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Financial Consultant: Multifunktionale Banker

Kundenbetreuer müssen heute umfassende Dienstleistungen erbringen und dabei in vielen Themen bewandert sein.

Von Suzanne Ziegler
am 22.09.2004

Allfinanz ist in der Schweiz in den letzten Jahren bei vielen Finanzunternehmen zum Unwort geworden. Dies führte zu einer vorübergehenden Rückkehr zu einer Spezialisierung auf einzelnen Gebieten. Beide Strategieansätze sind auch heute noch in der Bankenwelt anzutreffen. Neuste Entwicklungen zeigen Tendenzen zu einem strukturierten, gesamtheitlichen Beratungs- und Betreuungsansatz in einem bestimmten Segment der Bankbranche.

Beispielsweise wird von einem Kundenbetreuer im Kreditbereich gefordert, dass er Kenntnisse über Vorsorgelösungen und Wertschriftenanlagen hat. Die Erkenntnis der Vernetzung der Bedürfnisse eines Unternehmens und seines Unternehmers als Privatperson gewinnen an Bedeutung. Das Nachdiplomstudium Financial Consultant mit dem Titel Executive Master of Finance ist eine umfassende Generalistenausbildung, die diesem neusten Trend gerecht wird.

Es spricht einiges für die Wahl des Weiterbildungsangebots in Form des Nachdiplomstudiums NDS Financial Consultant:

- Die Wirtschaft insgesamt und die Finanzbranche im Speziellen waren in den letzten Jahren im Umbruch und werden sich auch in Zukunft wandeln. Mitarbeiter mit einer Generalistenausbildung wie der des NDS Financial Consultants haben ein breites Wissen und sind in den verschiedensten Bereichen einsetzbar.

- Die Schweizer Banken setzen grundsätzlich weiterhin auf den spezialisierten Financial Consultant und sind teilweise dazu übergegangen, den Kunden ein umfassendes Financial Planning erfolgreich zu verkaufen. Zudem werden die Kundenberater im Sinne einer allgemeinen Professionalisierungsstrategie der Banken mit dem NDS Financial Consultant zu Generalisten weitergebildet.

- Das Ausbildungsprogramm ist «up to date», da sich die Mitarbeiter des Instituts Banking & Finance im Gespräch mit den Banken immer wieder über neuste Trends informieren und diese auch im Ausbildungsprogramm umsetzen. Einer dieser ins Programm aufgenommenen Trends ist die Internationalisierung im Bankengeschäft.

Suzanne Ziegler, Dozentin im Bereich Banking & Finance, Zürcher Hochschule Winterthur, Winterthur.


Financial Consultant: Bald auch in der Westschweiz

Seit mehr als sechs Jahren bietet die Zürcher Hochschule Winterthur das Nachdiplomstudium (NDS) Financial Consultant an. Nach der viersemestrigen Ausbildung können die Absolventen ihre Kunden im Bank-, Versicherungs- oder Vermögensbereich umfassend in Finanzfragen beraten. Das Studium ist bewusst breit angelegt; die insgesamt gut 600 Lektionen teilen sich auf die Bereiche Fachgebiete-Fallstudien, Internationale Aspekte/ Ethikseminar, Anlagen, Rechtsfächer und Versicherung/ Vorsorge/ Riskmanagement auf. Insgesamt haben in den letzten sechs Jahren über 200 Personen mit dem Doppeltitel «Executive Master of Finance/NDS Financial Consultant FH» abgeschlossen. Der nächste Kurs beginnt im September 2005. Das NDS Financial Consultant wird bisher nur in der deutschsprachigen Schweiz angeboten. Gespräche mit Banken haben gezeigt, dass auch in der Westschweiz das Berufsbild des Beraters mit umfassendem Know-how nachgefragt wird und dass dort eine geeignete Ausbildung fehlt. Zusammen mit einer Westschweizer Fachhochschule arbeitet die Zürcher Hochschule Winterthur an einem Transfer des erfolgreichen Studiengangs «NDS Financial Consultant» in die Westschweiz.

Die Weiterbildungsagentur Fibaa hat dem Studiengang das Gütezeichen «gut» verliehen. Informationen: Zürcher Hochschule Winterthur, Institut Banking & Finance, kathrin.ammann@zhwin.ch, Tel. 052 267 77 32. (sz)

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