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Finanzinvestor KKR macht Offerte für Axel Springer

epa07511453 A general view of the Axel Springer building prior to the beginning of the Annual General Meeting 2019 of Axel Springer SE at its headquarters in Berlin, Germany, 17 April 2019. The company is one of the biggest digital publishers in Europe owning various multimedia news brands including Bild and Die Welt. EPA/CLEMENS BILAN
Axel Springer: Der Sitz ist in Berlin.Quelle: Keystone

Das Medienhaus hat der Übernahme bereits zugestimmt. Grossaktionärin Friede Springer und Springer-Chef Mathias Döpfner behalten ihre Anteile.

Veröffentlicht am 12.06.2019

Der deutsche Medienkonzern Axel Springer will sich wie erwartet den US-Finanzinvestor KKR an Bord holen. Die Amerikaner legen ein Übernahmeangebot vor und wollen zusammen mit der Grossaktionärin Friede Springer und dem Vorstandschef Mathias Döpfner die Gesellschaft kontrollieren. Dies teilten die Parteien am Mittwoch mit. Beide wollen mit KKR «zukünftig ihr Verhalten in Bezug auf die Gesellschaft abstimmen und ihre Stimmrechte gemeinsam ausüben», wie es hiess.

Dass KKR über einen Einstieg bei dem Konzern verhandelt, war bereits Ende Mai bekanntgegeben worden. KKR strebt eine Mindestannahmequote von 20 Prozent an. Die Familie des «Bild»- und «Welt»-Gründers Axel Springer hält eine Mehrheit an dem börsennotierten Unternehmen. Die Witwe des Verlagsgründers, Friede Springer, kontrolliert den Medienkonzern, der zuletzt das Digitalgeschäft stark ausgebaut hat. 37,5 Prozent hält sie über die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik. Dazu kommt ein direkt gehaltener Anteil von 5,1 Prozent.

Joint-Venture in der Schweiz

Ihr Vertrauter Mathias Döpfner selbst hält 2,8 Prozent. Zusammen sind Friede Springer und Döpfner mit 45,4 Prozent beteiligt.
KKR bietet 63 Euro je Springer-Aktie in bar, am Vorabend schloss die Aktie bei einem Kurs von 56 Euro. Wegen der Investitionen in das künftige Wachstum senkte Springer am Mittwoch allerdings seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das laufende Jahr. Die Herausgeberin der «Handelszeitung», Ringier Axel Springer Schweiz, gehört zur Hälfte zu Axel Springer.

(awp/mbü)

 

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