1. Home
  2. Fünf Warnsignale im Bewerbungsprozess

Vorsicht
Fünf Warnsignale im Bewerbungsprozess

Zieht sich der Bewerbungsprozess übermässig hin, sollten Sie vorsichtig sein. Pixabay

Findet der Bewerbungsprozess kein Ende, könnte dies Anzeichen dafür sein, dass die Firma nicht einstellen will und die Kandidaten nur ausnutzt. So können Sie erkennen, ob das in Ihrem Fall zutrifft.

Von Nathalie Gaulhiac («BUSINESS INSIDER DEUTSCHLAND»)
am 20.12.2016

Selbst wenn Ihr Profil perfekt auf eine Stellenausschreibung passt und Sie einen tollen Einstieg in den Bewerbungsprozess hatten, heisst das nicht, dass Sie den Job auch bekommen werden. Es gibt klare Anzeichen dafür, dass Sie zwar alle notwendigen Qualifikationen mitbringen, der Arbeitgeber Sie dennoch nicht einstellen möchte.

«Forbes»-Mitarbeiterin Liz Ryan hat diese Anzeichen in einem Artikel zusammengefasst. Treffen die folgenden Punkte auf Sie zu, ist es möglich, dass das Unternehmen, bei dem Sie sich beworben haben, Ihr Talent nur ausnutzt und Sie hinhält. Eingestellt werden Sie aber nicht.

1. Sie erledigen aufwendige Aufgaben

Schlechte Arbeitgeber nutzen Bewerber gern aus. Erhalten Sie komplizierte Aufgaben wie die Erstellung eines Marketingplans und wird Ihnen gesagt, das dies Teil des Bewerbungsprozesses ist, so sei das ein Warnsignal dafür, dass Sie ausgenutzt werden könnten, meint Ryan in ihrem Beitrag.

2. Es besteht starkes Interesse an Ihren Ideen - mehr aber nicht

Das Unternehmen lädt Sie immer wieder zu sich ein und Ihnen werden mehr und mehr Personen vorgestellt, die sich für Ihre Ideen und Tipps interessieren und alles immer schön mitschreiben. Haben Sie zu diesem Zeitpunkt noch kein Jobangebot bekommen, ist Vorsicht geboten: Das Unternehmen könnte lediglich von Ihren Ideen profitieren wollen.

3. Die Firma versucht Sie zu bestechen

Bestechung muss nicht durch Geld stattfinden — es reichen unauffälligere Gesten wie eine Einladung zum Essen. «Sie führen Sie zum Essen aus, um mehr von Ihren Marketing-, Produktentwicklungs- und Vertriebsideen zu erfahren», so Ryan. Bei der Frage nach dem weiteren Bewerbungsprozess wird dann aber das Thema gewechselt. Auch in diesem Falle sollten Sie sich fragen, ob Sie nicht ausgenutzt werden.

4. Sie sprechen bei Meetings bereits für das Unternehmen

Die Firma bittet Sie darum, an einem Treffen mit einem zukünftigen Kunden teilzunehmen und ihm die Perspektive auf eine Zusammenarbeit zu verkaufen. Sie erledigen quasi die Arbeit des Unternehmens. Kostenlos. «Machen Sie das niemals ohne einen schriftlichen Vertrag», warnt Ryan.

5. Das entscheidende Gespräch findet nicht statt

Der Bewerbungsprozess dauert und dauert, doch in den Gesprächen dreht es sich nie um ein konkretes Jobangebot oder gar die Gehaltsvorstellung. «Warum sollten sie mit Ihnen über diese Dinge sprechen?», fragt Ryan, «wenn Sie doch den Eindruck vermitteln, dass das Unternehmen Ihre Unterstützung kostenlos bekommt»

Zu guter Letzt gibt Liz Ryan folgenden Tipp: «Ihre Zeit und Ihr Wissen sind nicht kostenlos. Wenn Sie keinen offensichtlichen Fortschritt im Bewerbungsprozess sehen, dann steigen Sie aus.» Stattdessen können Sie das Unternehmen darum bitten, Sie zu kontaktieren, falls man Sie als Berater oder Mitarbeiter einstellen möchte. Bis dahin lassen Sie sich nicht ausnutzen.

Dieser Artikel erschien zuerst im «Business Insider Deutschland» unter dem Titel «5 Anzeichen dafür, dass ihr den Job nicht bekommen werdet».

Anzeige