Der Sanitärtechnik-Konzern Geberit verbucht nach der Übernahme des Badezimmerkeramik-Herstellers Sanitec einen Wachstumsschub. Die tieferen Margen der Finnen und einmalige Übernahmekosten lasten aber auf dem Ergebnis.

Im ersten Quartal 2015 lag der Reingewinn mit 120,6 Millionen Franken um 15,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Umsatz nahm dagegen um 14,9 Prozent auf 636,6 Millionen Franken zu.

Geberit profitiert von gesunkenen Preisen

Zum Wachstum trug die ab 1. Februar konsolidierte Sanitec wesentlich bei, während Wechselkurseffekte die Erlöse in Franken reduzierten. Bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte betrug das Plus 2,0 Prozent, wie Geberit am Dienstag mitteilte.

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Beim Gewinn profitierte Geberit von leicht gesunkenen Rohmaterialpreisen. Negativ wirkten sich die generell tieferen Margen von Sanitec, negative Währungseffekte, höhere Personal- und Pensionskosten sowie der Währungsrabatt von 10 Prozent im Markt Schweiz aus, wie es weiter hiess.

Veränderten Wechselkursen begegnen

Einmalige Transaktions-, Integrations- und Finanzierungskosten für die Sanitec-Übernahme drückten die operativen Ergebnisse um 10,8 Millionen Franken und den Reingewinn um 14,5 Millionen Franken. Unter Ausklammerung dieser Effekte sank das Betriebsergebnis um 0,4 Prozent auf 162,6 Millionen Franken und der Reingewinn um 4,8 Prozent auf 135,1 Millionen Franken.

Den veränderten Wechselkursen will Geberit mit einer permanenten Optimierung der Kostenstruktur begegnen. In den verschiedenen Währungsräumen sollen die Kosten im gleichen Verhältnis anfallen, wie Umsätze erwirtschaftet werden. Der Einfluss der Aufhebung des Euro-Mindestkurses auf die Margen sei so relativ gering.

Zum Ausblick auf das Gesamtjahr hiess es, das Übertreffen der sehr guten Vorjahresresultate sei eine Herausforderung. Ziel sei es trotz allem, Marktanteile zu gewinnen.

(sda/me)