Die Mediterranean Shipping Company (MSC) ist die zweitgrösste Containerreederei weltweit und gehört mit der Marke MSC Cruises auch zu den grössten Betreibern von Kreuzfahrtschiffen. Dieser Gigant der Weltmeere aus Genf will seine Flotten künftig ökologisch verträglicher betreiben – und investiert dafür massiv in alternative Antriebe.

Am Dienstag gab er zwei neue Kreuzfahrtschiffe mit LGT-Flüssiggasantrieb in Auftrag. Die Bestellung bei der französischen Werft Chantiers de l’Atlantique hat einen Wert von über zwei Milliarden Euro. Es ist ein Zusatzauftrag – zwei weitere LGT-Schiffe sind bereits im Bau, das erste der beiden wird dieses Jahr eingewassert.

Vertragsabschluss im Beisein vom Premier

MSC und die Werft wollen in den nächsten Jahrzehnten für rund vier Milliarden Euro eine ganze Flotte von neuartigen LGT-Schiffen entwickeln. Zudem werden die Partner neue Schiffe entwerfen, die mit Wind oder anderen alternativen Energiequellen angetrieben werden.

Die grossangelegte Kooperation zwischen MSC und Chantiers de l’Atlantique wurde im Beisein von Frankreichs Premier Édouard Philippe in seiner Residenz in Paris verkündet. Dass sich die Regierung für das Vorhaben interessiert, kommt nicht von ungefähr: Der französische Staat besitzt die Mehrheit an der Werft.

(mbü)