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Schifffahrt
Genfer MSC kauft brasilianischen Frachthafen

MSC Emma: Die Reederei ist weltweit die Nummer 2 der Containerschifffahrt. Keystone

Die Mediterranean Shipping Company MSC übernimmt für mehr als 500 Millionen Franken einen Hafen in Brasilien – eine Kampfansage an die Reedereien Maersk und Hapag Lloyd.

Von Bernhard Fischer
am 16.08.2017

Die Schweizer Reederei Mediterranean Shipping Company MSC mit Sitz in Genf kauft für mehr als eine halbe Milliarde Franken den brasilianischen Frachthafen Portonave. Dies berichtet die «Handelszeitung». Verkäufer ist der brasilianische Staatskonzern Triunfo.

Grösster Lebensmittelfrächter

Der Portonave-Terminal hat eine Pier-Länge von knapp 1 Kilometer und fertigt pro Jahr 1,5 Millionen Tonnen Frachtgut ab. Mit dem Kauf von Portonave erwirbt MSC einen der wichtigsten Exporthäfen Brasiliens, worüber das Gros der Nahrungsmittelexporte der grössten Volkswirtschaft Südamerikas abgewickelt wird. Bereits vor dieser Übernahme kontrollierte MSC einen Viertel aller Kühlgutexporte Brasiliens.

Zweitgrösste Container-Reederei

Mit dem Multimillionenzukauf erhöht die MSC-Eignerfamlie Aponte den Druck auf die beiden Konkurrenten Maersk und Hapag Lloyd deutlich. MSC ist nach der dänischen Maersk die zweitgrösste Containerreederei der Welt und über die Konzerntochter MSC Crociere mit Sitz in Neapel auch im Kreuzfahrtgeschäft aktiv. MSC setzt pro Jahr zwischen 4 und 5 Milliarden Franken um.

Eine der reichsten Familien der Schweiz

Die Gründer- und Eigentümerfamilie Aponte gehört laut Wirtschaftsmagazin «Forbes»zu den reichsten Familien der Schweiz mit einem persönlichen Vermögen von mehr als sieben Milliarden Franken.

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