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Gewerkschaft setzt Streik am Flughafen Frankfurt aus

Der Streik soll ruhen, bis es ein Ergebnis gibt, oder die Verhandelungen abgebrochen werden. (Bild: Keystone)

Überraschende Kehrtwende: Die Streikenden in Frankfurt gehen auf ein Gesprächsangebot des Flughafenbetreibers Fraport ein. Ab 21 Uhr soll das Vorfeldpersonal die Arbeit wieder aufnehmen - vorerst zumi

Veröffentlicht am 22.02.2012

Am Flughafen Frankfurt will die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) nach einem Gesprächsangebot des Flughafenbetreibers Fraport die Streiks aussetzen. Die Fluglotsen wollen die Arbeit mit Beginn der Nachtschicht gegen 21 Uhr wieder aufnehmen.

Der Streik werde ruhen bis zu einem möglichen Ergebnis weiterer Gespräche mit Fraport oder bis zum Abbruch der Verhandlungen durch eine Tarifpartei, sagten mehrere Vertreter der Gewerkschaft GdF. Die Lage an Deutschlands grösstem Airport hatte sich heute, dem fünften Streiktag, weiter stabilisiert.

Für den Tag rechnet Fraport trotz der Aussetzung des Arbeitskampfes noch mit 165 Flugausfällen. Das war der niedrigste Tageswert seit Streikbeginn am vergangenen Donnerstag. Zuletzt hatten weit mehr als 80 Prozent aller geplanten Flüge stattgefunden, wie Fraport berichtete.

Vor der Ankündigung des vorläufigen Streikendes hatte der Flughafenbetreiber der Gewerkschaft ein Gesprächsangebot unterbreitet. Das schriftliche Angebot sei entscheidend gewesen, hiess es bei der Gewerkschaft. Fraport zeigte sich erfreut über die Gesprächsbereitschaft der GdF.

Man werde in den Gesprächen schnell sehen, ob man sich annähern könne, sagte der GdF-Tarifvorstand Markus Siebers der Nachrichtenagentur dpa. Wenn man nicht zusammenkomme, werde man sich am Montag schnell wieder beim Streik am Flughafen treffen.

(tno/muv/sda)

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