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Düfte und Aromen
Givaudan legt dank Akquisitionen weiter zu

Givaudan Jogurth Test Duebendorf
Jogurth-Test bei Givaudan in Dübendorf.Quelle: © KEYSTONE / GAETAN BALLY

Der Aroma-Konzern steigert den Umsatz im ersten Quartal deutlich. Die aktuelle Dividendenpolitik soll beibehalten werden.

Veröffentlicht am 09.04.2019

Der Aromen- und Dufthersteller Givaudan hat zum Jahresbeginn 2019 weiter zugelegt. Nicht zuletzt profitierte der Branchenprimus dabei von den im vergangenen Jahr getätigten Akquisitionen. Aber auch organisch gelang es den Genfern, das Wachstum zu beschleunigen.

In konkreten Zahlen ausgedrückt: Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 16,6 Prozent auf 1'525 Millionen Franken. Auf vergleichbarer Basis, also ohne Währungseinflüsse, Akquisitionen und Veräusserungen, stiegen die Verkäufe um 6,3 Prozent, wie Givaudan am Dienstag mitteilte.

Dies bedeutet eine Beschleunigung gegenüber dem Schlussquartal 2018, in dem das organische Wachstum bei 5,3 Prozent lag.

Die Erwartungen der Analysten wurden damit beim Gruppen-Umsatz und insbesondere beim organischen Wachstum übertroffen. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten einen Umsatz von 1'502 Millionen bzw. ein organisches Wachstum von 4,8 Prozent erwartet.

Zudem arbeite das Unternehmen weiterhin daran, Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben, um die gestiegenen Rohstoffkosten auszugleichen, hiess es im Communiqué.

Dank Übernahmen stärkerer Zuwachs im Aromen-Segment

Nach Divisionen legten die Genfer insbesondere bei den Aromen stark zu. Die Verkäufe stiegen um 20,4 Prozent auf 848 Millionen Franken - auf vergleichbarer Basis lag das Plus bei 4,3 Prozent. Nach Segmenten betrachtet hätten sowohl Getränke und Snacks, als auch kulinarische Aromen und Süsswaren zu den positiven Verkaufszahlen beigetragen, hiess es.

Entscheidend für das Wachstum der Division waren aber vor allem die 2018 erworbenen Unternehmen. Allein die im September 2018 übernommene Naturex leistete einen Umsatzbeitrag von 111 Millionen. Von der im Mai akquirierten Centroflora Nutra kamen 4 Millionen. Dennoch wurden die Erwartungen der Analysten leicht verfehlt. Diese gingen für das Aromen-Geschäft von einem Umsatz von 850 Millionen aus.

Im Duft-Segment stiegen die Verkäufe derweil um 12,1 Prozent auf 677 Millionen Franken. Auf vergleichbarer Basis lag das Wachstum bei 8,7 Prozent. Damit wurden auch die Erwartungen übertroffen. Gemäss AWP-Konsens wurde ein Umsatz von 652 Millionen erwartet.

Einmal mehr leistete dabei die Luxusparfümerie mit einem organischen Wachstum von 10,3 Prozent einen starken Beitrag. Aber auch hier trugen die 2018 getätigten Übernahmen entscheidend zum Wachstum bei. So kamen 22 Millionen von der im Juni 2018 übernommenen Expressions Parfumées, während Naturex 3 Millionen beitrug.

Verteuerte Rohstoffe bleiben Thema

Zudem arbeiten die Genfer weiterhin daran, die teurer werdenden Rohstoffe über Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben. Im vergangen Jahr 2018 hätten sich die für Givaudan relevanten Rohstoffe um 5 bis 6 Prozent verteuert, erklärte Unternehmens-Chef Gilles Andrier im Januar gegenüber AWP.

Für 2019 stellte der CEO dabei eine vergleichbare Situation wie im Vorjahr in Aussicht. Mit den Zahlen zum ersten Jahresviertel hiess es nun, dass das Unternehmen in Zusammenarbeit mit seinen Kunden weiterhin Preiserhöhungen durchsetze, um den Anstieg der Produktionskosten vollständig auszugleichen.

Zum Zeitrahmen machte Givaudan dabei keine Angaben. Erfahrungsgemäss dauert es aber vier bis sechs Monate, bis die verteuerten Rohstoffpreise an die Kunden weitergegeben werden können.

Die mittelfristigen Ziele bleiben wie üblich unverändert. Demnach streben die Genfer im Durchschnitt über den Zeitraum 2015 bis 2020 jährlich ein organisches Wachstum von 4 bis 5 Prozent an und wollen damit das Marktwachstum übertreffen. Die Free-Cashflow-Rendite soll gemessen an den Verkäufen in der Bandbreite von 12 bis 17 Prozent liegen.

Auch die bestehende Dividendenpraxis soll im Rahmen dieser Ziele beibehalten werden. Seit dem Börsengang im Jahr 2000 hat Givaudan bisher jedes Jahr die Dividende erhöht.

(reuters/tdr/mlo)

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