Der Bergbaukonzern Glencore hat eine Beteiligung an Britishvolt erworben, dem Batterie-Startup, welches hinter den Plänen für eine Gigafactory steht. Damit möchte sich die britische Autoindustrie für eine elektrische Zukunft rüsten, schreibt die «FT». Glencore wird diese Fabrik mit Kobalt beliefern, einem der wichtigsten Rohstoffe für Elektrobatterien. 

Die strategische Partnerschaft ist der bisher grösste Coup für die Gigafactory, ein 2,6-Milliarden-Pfund-Projekt, das nach Ansicht der Befürworter von entscheidender Bedeutung ist, wenn das Land eine einheimische Elektroautoindustrie aufbauen will. Und auch in Hinblick auf das Verkaufsverbot von Benzin- und Dieselfahrzeugen ab 2030 in Grossbritannien. Seither steht die Autoindustrie stark unter Druck, noch mehr auf Elektrofahrzeuge zu setzen. 

«Aus der Sicht von Britishvolt ist dies ein wichtiger Meilenstein, da wir uns nachhaltige Rohstoffe sichern wollen, um das Risiko des Projekts zu verringern», sagte Orral Nadjari, ein ehemaliger Investmentbanker, der Geschäftsführer und Gründer von Britishvolt ist, gegenüber der «FT». «Wenn man sich die weltweite Kobalt-Produktion ansieht, stechen zwei Akteure hervor: Glencore und die Chinesen», sagt er. 

Glencore beliefert auch andere Autohersteller

Die Summe des investierten Kapitals von Glencore ist nicht bekannt. Es soll aber einer der grössten Geldgeber des Startups sein. Britishvolt wurde 2019 gegründet und hat bereits Unterstützung von Investoren aus dem Nahen Osten und Skandinavien erhalten. Glencore ist der grösste Kobaltproduzent und wird von 2024 bis 2030 30 Prozent des von Britishvolt verwendeten Metalls liefern. Die Verwendung in der aufstrebenden Elektroautoindustrie hat Kobalt zu einem der begehrtesten Rohstoffe der Welt gemacht.

Glencore beliefert bereits BMW und Tesla mit dem Kobalt aus seinen Minen in der Demokratischen Republik Kongo und Australien. Tesla arbeitet mit Glencore und anderen Minenbetreibern an der Entwicklung einer Blockchain-Plattform, die sicherstellen soll, dass Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo auf ethische Weise gewonnen wird.

(tdr)