Die Warenhauskette Globus streicht am Zürcher Hauptsitz rund 100 Stellen; der Abbau erfolgt im Laufe des ersten Halbjahres 2020. Generaldirektor Franco Savastano informierte am Montagabend die Mitarbeitenden; dies bestätigte das Unternehmen gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Zuvor hatten Westschweizer Medien über den Stellenabbau berichtet.

Globus bedaure diesen massiven Abbau. Der Schritt sei jedoch nötig, um die Zukunft der Gruppe zu sichern. Das operative Ergebnis sei seit fünf Jahren ungenügend, und die wirtschaftliche Lage habe sich seit einiger Zeit verschlechtert.

Kampf im mittleren Preissegment

Im mittleren Preissegment habe sich der Konkurrenzkampf zuletzt akzentuiert. Eine Rolle spielte ferner die Coronakrise. Sie habe im Detailhandel den Druck massiv erhöht.

Die Globus-Gruppe kündigte ferner «Rationalisierungen im Filialnetz» an. Die Sozialpartner seien informiert, ein Sozialplan werde ausgearbeitet.

Die Migros hatte Anfang Februar 2020 gemeldet, die Globus-Gruppe werde an die österreichische Signa-Gruppe und die thailändische Central Group verkauft. Die beiden Käufer hätten unter mehr als einem Dutzend Interessenten die beste Offerte und Zukunftsstrategie eingereicht, schrieb die Migros damals.

Bis Mitte 2020 solle der Verkauf unter Dach und Fach sein, sofern die Wettbewerbshüter der Übernahme zustimmten. Die Mitarbeitenden würden alle zu den bisherigen Konditionen übernommen, hiess es damals. Für Globus arbeiten in Vollzeitstellen gerechnet rund 2400 Angestellte.

(AWP — rap)