Seit gestern Donnerstag ist Airbnb an der Börse (mehr dazu hier HZ+). Das Debüt des Online-Zimmervermittlers an der Wall Street verlief besser als erwartet: Brutto gut 3,5 Milliarden Dollar holte der US-Konzern mit dem IPO herein. Umgerechnet auf den ganzen Konzern ist Airbnb so fast 50 Milliarden Dollar wert.

Grafik der Woche 2

Die weltgrössten Börsengänge: Der IPO von Ant Financial wäre der grösste gewesen - doch der Gang aufs Parkett des chinesischen Fintechs wurde in letzter Minute abgeblasen.

Quelle: Visual Capitalist/Statista

Das tönt spektakulär. Im Vergleich mit anderen Börsengängen wirkt Airbnbs Erlös aber fast bescheiden.

Ant Financial hätte beim IPO Anfang November dieses Jahres 34,5 Milliarden Dollar eingespielt, das chinesische Fintech wäre mit 315 Milliarden Dollar bewertet worden. Hätte, wäre, denn: Der Börsengang scheiterte in letzter Minute am Veto der chinesischen Behörden.

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Weltgrösster IPO ist somit immer noch jener der japanischen Telekomgesellschaft NTT Mobile. Zu heutigen Preisen gerechnet nahmen die Japaner 1998 so 28,7 Milliarden Dollar ein, wie unsere Grafik der Woche zeigt.

Das Börsendebüt des staatlichen saudischen Ölkonzerns Aramco wiederum brachte vor rund einem Jahr 25,9 Milliarden Dollar ein. Die italienische Energiegesellschaft Enel holte zehn Jahre zuvor 25,5 Milliarden Dollar herein, wenn die Inflation berücksichtigt wird. Auch der Zuger Rohstoffkonzern Glencore schafft es in die vorderen Ränge des Rankings: Beim IPO 2011 verdiente die Gesellschaft zu heutigen Preisen gerechnet 11,5 Milliarden Dollar.

(mbü)