1. Home
  2. Unternehmen
  3. Handelskonzern Ameropa klagt gegen Russland

Streit
Handelskonzern Ameropa klagt gegen Russland

Ameropa-Hauptsitz in Binningen BL: Unter Druck aus Russland.   HZ

Der Agrarhandelsriese mit Sitz im basellandschaftlichen Binningen steht seit Jahren unter Druck von russischen Behörden. Nun wehrt er sich seinerseits mit juristischen Mitteln.

Von Marc Badertscher
am 28.10.2015

Der Agrarhändler Ameropa aus Binningen BL geht gegen den russischen Staat vor. Der Konzern mit weltweit 3000 Mitarbeitenden macht einen Bruch des Investitionsschutzabkommens zwischen Russland und der Schweiz geltend und reichte letzte Woche in Moskau Klage ein. Das Schreiben, ein sogenanntes schriftliches Begehren, das der «Handelszeitung» vorliegt, ist direkt auch an Präsident Vladimir Putin adressiert. Ameropa kritisiert die Behandlung des Unternehmens durch russische Untersuchungsbehörden, die Arrestierung von Aktien und den internationalen Haftbefehl gegen den Schweizer Ameropa-Chef Andreas Zivy.

Hintergrund des seit Jahren andauernden Streits ist ein Kampf um den russischen Düngemittelproduzenten TogliattiAzot, an dem Ameropa 12,9 Prozent hält. Die russische Uralchem möchte dieses Unternehmen und damit auch jene bei Ameropa liegenden Aktien übernehmen.

Vorwürfe wegen angeblicher Steuerdelikte

Doch Ameropa widersetzte sich. Seit zwei Jahren kommt es nun immer wieder zu Anschuldigungen an die Adresse von Ameropa unter anderem wegen angeblichen Steuerdelikten und damit zu juristischen Auseinandersetzungen, in welche zuletzt verstärkt russische Behörden in Moskau involviert sind. Dividendenzahlungen aus Russland sind blockiert,  Eigentum wurde beschlagnahmt. Ameropa weist alle Vorwürfe zurück.

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.

 

Anzeige