Die Bergbahnen Meiringen-Hasliberg müssen rasch saniert werden. Der schneearme Winter hat ein grosses Loch in die Kasse des Unternehmens gerissen, das ohnehin schon seit Jahren unter hohen Schulden leidet.

In vier bis sechs Wochen müsse ein Lösungskonzept vorliegen, teilten die Bergbahnen Meiringen-Hasliberg mit. Andernfalls könnte der Weiterbetrieb des Unternehmens in der bisherigen Form gefährdet sein.

"Im Vergleich zu früheren Jahren fehlt beim Umsatz eine Million Franken", sagte Gianni Biasiutti, Vizepräsident der Bergbahnen Meiringen-Hasliberg, auf Anfrage. "Jetzt müssen wir handeln, sonst droht der Konkurs." Das Unternehmen will nun eine Fachperson beiziehen, die auf Sanierungen spezialisiert ist.

Hauptgrund für die wirtschaftlichen Probleme bei den Bergbahnen sind die seit Jahren bestehenden Schulden, die nach der Beurteilung der Banken "deutlich über dem tragbaren Mass" liegen.

Verwaltungsratspräsident zurückgetreten

Die Schulden sowie deren Zinsen und Amortisationen verhinderten auch grössere und notwendige Investitionen, schreiben die Bergbahnen. Betroffen sind vor allem die Erneuerung einer Sesselbahn und die Erweiterung der Beschneiungsanlagen. "Gerade der letzte Winter hat gezeigt, wie wichtig es ist, bestehende Beschneiungsanlagen zu erweitern", sagte Biasiutti.

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Eine zusätzliche Belastung war die notwendige Nachzahlung in die Pensionskasse Ascoop, wie die Bergbahnen weiter mitteilten. Dadurch sei der Spielraum derart eingeschränkt worden, dass die schlechten Erträge des Winters nicht mehr verkraftet werden könnten.

In Anbetracht der Situation und um "Freiraum für die geforderten Massnahmen zu schaffen", trat nun Verwaltungsratspräsident Ruedi Haefeli per sofort zurück.

(tno/sda)