Die Helvetia-Gruppe ist im ersten Halbjahr 2019 gewachsen und hat deutlich mehr verdient. Das Geschäftsvolumen kletterte um 2,3 Prozent auf 5,97 Milliarden Franken. Der Reingewinn schoss um 29 Prozent auf 289,7 Millionen Franken nach oben.

Grund für das deutliche Wachstum war einerseits der steile Anstieg der Börsen im laufenden Jahr nach dem Absturz gegen Ende 2018. Man habe starke Anlageresultate erzielt, teilte die Helvetia am Donnerstag in einem Communiqué mit.

Erfolgreiche Sachversicherungen

Zudem seien die Belastungen durch Grossschäden aus Naturereignissen gering gewesen, was zu einem guten Ergebnis in der Sachversicherung geführt habe. Im Nicht-Lebengeschäft kletterte der Gewinn um 35 Prozent auf 198,6 Millionen Franken.

Der Schaden-Kosten-Satz verbesserte sich auf 92,5 Prozent von 92,7 Prozent. Alle Markteinheiten wiesen Combined Ratios von unter 100 Prozent aus und würden profitabel arbeiten, hiess es weiter. Unter 100 Prozent verdient der Konzern versicherungstechnisch gesehen Geld.

Auch im Lebengeschäft klingelten die Kassen. Hier verbesserte sich der Gewinn um 40 Prozent auf 108,9 Millionen Franken. Überdies profitierte die Helvetia von der im Mai angenommenen Unternehmenssteuerreform. Diese brachte einen einmaligen Sondergewinn von 63,3 Millionen Franken ein.

Erwartungen bei der Combined Ratio leicht verfehlt

«Helvetia kann auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2019 zurückblicken», erklärte Konzernchef Philipp Gmür. «Dank Rückenwind an den Kapitalmärkten, starken versicherungstechnischen Resultaten und einem einmaligen positiven Steuereffekt stieg das Ergebnis deutlich an.»

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Mit den Zahlen hat der Versicherer die Erwartungen der Finanzgemeinde beim Reingewinn übertroffen, bei der Combined Ratio indes leicht verfehlt. Analysten hatten im Schnitt gemäss AWP-Konsens mit Bruttoprämien von 5,9 Milliarden und einem Konzerngewinn von 287,8 Millionen Franken gerechnet. Bei der Combined-Ratio hatten die Experten einen Wert von 91,9 Prozent vorhergesagt.

Die Umsetzung der Strategie helvetia 20.20 verlaufe weiterhin erfolgreich, schrieb der Versicherer. Damit solle das Kerngeschäft gestärkt, neue Geschäftsmodelle erschlossen und gezielt Innovationen genutzt werden. So wolle man das B2B2C-Geschäftsmodell ausbauen, das zur Expansion der Vertriebskapazitäten beitrage. So ist die Helvetia neu exklusive Versicherungspartnerin von Tesla in 16 europäischen Ländern. Darunter sind die Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien oder Spanien.

(awp/gku)

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