Hirslanden und Swiss Medical Network haben eine Vereinbarung zur Übernahme der Klinik Belair in Schaffhausen getroffen. Die Klinik in Schaffhausen wird im Oktober 2019 in das Swiss Medical Network eingegliedert. 

«Die Klinik Belair soll zusammen mit ihren Mitarbeitern und Ärzten für die Bevölkerung von Schaffhausen stabil weitergeführt werden», teilen die Unternehmen mit.

Im Frühsommer war bekannt geworden, dass Hirslanden – also die grösste Privatklinikgruppe der Schweiz – die Schliessung prüft. Belair ist die kleinste Klinik der Gruppe: Sie bietet 28 Betten an und beschäftigt rund 120 Mitarbeitende. 

Erschwerte Rahmenbedingungen

Die Klinik Belair litt unter anderem darunter, dass die direkte Anbindung an ein anderes Akutspital fehlte. Dies könne nun von Swiss Medical Network ermöglicht werden. Die zu Aevis Victoria gehörende Gruppe hat  17 Kliniken und sechs Ärztezentren, allerdings mit einem Schwergewicht in der Romandie. In der Deutschschweiz ist Swiss Medical Network unter anderem in Winterthur (Privatklinik Lindberg), Zürich (Bethanien), Rapperswil (Rosenklinik) oder der Schmerzklinik Basel präsent.

Zum Vergleich: Hirslanden führt 18 Kliniken, ferner drei ambulante Praxiszentren, zwei ambulante Operationszentren, 17 Radiologie- und fünf Radiotherapieinstitute.

Im Hintergrund der Verschiebungen steht, dass die Privatkliniken grundsätzlich erschwerte Rahmenbedingungen registrieren: Allgemein werden mehr und mehr Behandlungen aus dem stationären Bereich (also den Spitälern und Kliniken) hin zu ambulanten Therapien verlagert. Auf der anderen Seite wurden hier – bei den so genannten Tarmed-Sätzen – die Honorierungen gesenkt.  

(rap)