Givaudan hat im ersten Quartal 2021 deutlich an Fahrt gewonnen. Dabei profitiert der Branchenprimus weiterhin davon, dass die Leute auch in Krisenzeiten essen und sich mit Pflegeprodukte versorgen müssen. Insbesondere in Lateinamerika fiel das Wachstum hoch aus.

Konkret stieg der Umsatz in den Monaten Januar bis März 2021 um 3,4 Prozent auf 1,67 Milliarden Franken. Auf vergleichbarer Basis, also ohne Zu- und Verkäufe sowie um Währungseinflüsse bereinigt, legten die Verkäufe gar um 7,7 Prozent zu. Die Erwartungen der Analysten wurden damit insbesondere beim organischen Wachstum deutlich übertroffen.

So hat das Genfer Unternehmen organisch denn auch deutlich an Dynamik gewonnen. Zum Vergleich: Im Schlussquartal 2020 lag das Wachstum auf vergleichbarer Basis noch bei 4,8 Prozent und über das Gesamtjahr 2020 gesehen bei 4,0 Prozent.

Stark in Asien und Lateinamerika

Insgesamt zeigte sich in den ersten drei Monaten 2021 ein ähnliches Bild wie im Coronajahr 2020. Als Zulieferer von Aromen und Duftstoffen kam dem Branchenprimus weiterhin zugute, dass die Leute auch in der Coronakrise essen und sich mit Pflegeprodukten versorgen müssen. Zudem profitierte Givaudan von einer Erholung in der Luxusparfümerie, die im Coronajahr 2020 unter einschränkenden Massnahmen vor allem für den Reisedetailhandel gelitten hatte.

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Insbesondere die sogenannten wachstumsstarken Märkte hätten mit einem Plus von 14,5 Prozent auf vergleichbarer Basis ein starkes Ergebnis erzielt, heisst es im Communiqué. So wurde etwa in China und Malaysia ein hohes Wachstum erzielt, aber vor allem auch in Lateinamerika (+19,4%), angetrieben von einem «starken» zweistelligen Wachstum in Mexiko, Brasilien und Argentinien.

Gleichzeitig wirkten sich aber auch weiterhin Corona-Massnahmen – etwa die Schliessung von Restaurants – negativ auf die Bereiche Food-Service und Ausser-Haus-Verpflegung aus.

Mittelfristziele wie erwartet bestätigt

Mit Blick nach vorne strebt das Genfer Unternehmen wie gewohnt weiteres Wachstum an. Dabei orientiert sich die Gruppe erwartungsgemäss weiterhin an dem im August 2020 neu ausgegebenen und bis 2025 laufenden Fünfjahresplan.

In diesem Zeitraum will Givaudan die Verkäufe oberhalb des Marktdurchschnitts organisch um 4 bis 5 Prozent pro Jahr steigern. Die Free-Cashflow-Rendite soll dabei gemessen an den Verkäufen über 12 Prozent liegen.

(awp/mbü)