Der niederländische Dessous-Hersteller Hunkemöller wird bereits 2017 die ersten Stores in der Schweiz eröffnen, wie eine Konzernsprecherin zur «Handelszeitung» sagt. «Wir starten mit vier Geschäften 2017 und wollen in den kommenden Jahren jeweils acht bis zehn weitere Läden eröffnen», heisst es aus Amsterdam, wo der Wäschespezialist seinen Sitz hat.

Hunkemöller ist eine grosse Nummer im Ausland. Das Unternehmen wurde 1886 gegründet, eröffnete in den 1970er Jahren die erste Auslandfiliale und betreibt mittlerweile 800 Filialen verteilt auf dem ganzen Globus. Selbst in Marokko, Indien, Bahrain, Saudi-Arabien und Russland gibt es einen Hunkemöller-Store. In Nordeuropa sind die Niederländer laut eigenen Angaben Marktführer.

Konkurrenz für Beldona

Die Schweiz sei zwar ein relativ kleiner Markt, aber sehr attraktiv, weil die Kaufkraft hoch sei, sagt Hunkemöller zur «Handelszeitung». Die Holländer schätzen das hiesige Potenzial auf vierzig bis fünfzig Stores. Hunkemöller sucht derzeit einen Landesverantwortlichen für die Schweiz.

In dieser Grösse spielt Hunkemöller in der Schweizer Unterwäsche-A-Liga. Laut Daten des Marktforschers GfK ist die Triumph-Tochter Beldona Marktführerin mit 69 Läden. Die Calzedonia-Gruppe mit den Marken Calzedonia, Intimissimi und Tezenis folgt mit 64 Ablegern auf Platz zwei. Bronze geht an Calida. Der Lingerie-Händler betreibt 57 Läden im Land – einen Teil davon im Franchise-System.

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