Ikea plant in der Schweiz die Einführung eines «Möbel-Taxis».  Dabei sollen Kunden ihre eingekauften Artikel in ein entsprechend grosses Fahrzeug laden und sich auf Wunsch darin nach Hause chauffieren lassen können.

«Tatsächlich haben wir dieses Projekt in der Pipeline», sagt Schweiz-Chefin Jessica Anderen: «Auch deshalb, weil wir wissen, dass rund 50 Prozent unserer Kunden im Grossraum Zürich kein eigenes Auto haben.» Geplant sei, ein solches «Ikea Taxi» per Ende 2020 im Grossraum Zürich für die Möbelhäuser Dietlikon und Spreitenbach zu lancieren.

«Zu Beginn werden wir wohl mit einem Partner starten, der eine Hybridautoflotte einbringt», sagt Anderen, die Ambition sei es aber, einen solchen Dienst zu 100 Prozent CO2-neutral zu gestalten, was eher für Elektrofahrzeuge spreche.

Im Gespräch gibt sich Anderen zuversichtlich, das Geschäftsjahr, das bei Ikea jeweils Ende August endet, in der Schweiz gut abschliessen zu können: «So wie es jetzt aussieht, schaffen wir es wieder auf das Umsatzergebnis des Vorjahres oder werden es sogar leicht übertreffen.» Dies auch wegen des starken Online-Anteils, der sich in der Spitze des Lockdowns von 9 auf gegen 18 Prozent gesteigert habe. Der Kanal werde stark bleiben, sagt Anderen: «Auch nach Wiedereröffnung unserer Möbelhäuser liegt der Online-Anteil immer noch bei 16 Prozent.»

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(ag)