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Möbelhandel
Ikea streicht Tausende Stellen – aber nicht in der Schweiz

Ikea
Ikea: Grösstes Möbelhaus der Welt. Quelle: Caro / Westermann

Ikea baut Tausende Verwaltungsjobs ab, um Tausende andere zu schaffen. In der Schweiz will das Unternehmen ohne Entlassungen auskommen.

Veröffentlicht am 21.11.2018

Ikea baut radikal um. Der weltweit grösste Möbelkonzern will bei der Verwaltung den Rotstift anlegen und gleichzeitig im Online-Handel Tausende Stellen schaffen. Auf der einen Seite sollen in den kommenden Jahren 7500 Arbeitsplätze gestrichen, im Bereich Online und neuen Laden-Formaten gleichzeitig aber 11'500 neue Jobs geschaffen werden, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

«Wir müssen unsere Organisation vereinfachen», sagte Konzernchef Jesper Brodin der Nachrichtenagentur Reuters. Der Personalabbau, der etwa 5 Prozent der gesamten Arbeitsplätze ausmacht, betreffe vor allem zentrale Funktionen und Servicebüros. «Dies betrifft nicht den Ladenbetrieb oder Vertriebseinheiten», sagte der Manager. 

Ikea transformiert in der Schweiz seit 2016

Die neue Ausrichtung gilt auch für die Schweiz, bestätigt das Unternehmen auf Anfrage der «Handelszeitung». «Auch Ikea Schweiz ist von den Veränderungen durch die Digitalisierung und dem sich verändernden Konsumverhalten beroffen», lautet eine Stellungnahme. Allerdings profitiere man davon, dass das Marktumfeld bereits seit dem Frankenschock 2015 hoch kompetitiv sei. Darüber hinaus habe man bereits 2016 Signale erkannt und erste Massnahmen umgesetzt, etwa mit veränderten Aufgaben für Verkäufer und dem Pop-up-Store in der Zürcher Bahnhofsstrasse. Ein Stellenabbau soll vermieden werden. Konkret heisst es: «Bei einer Fluktuation von 15 Prozent und den Transformationsprogrammen, die wir lokal gestartet haben, gehen wir heute nicht von einem Stellenabbau in der Schweiz aus.»

Ikea unterhält weltweit 367 Möbelhäuser. Wegen der wachsenden Marktmacht von Online-Händlern wie Amazon baut Ikea sein Internetgeschäft aus und testet als Alternative zu seinen grossen, blau-gelben Einkaufszentren am Stadtrand kleinere Läden in Innenstädten.

(me, mit Material von Reuters)

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