Der Baukonzern Implenia hat im vergangenen Jahr erneut einen herben Gewinneinbruch erlitten. Der Betriebsgewinn EBIT sackte von 63,6 Millionen auf 12,9 Millionen Franken ab.

Unter dem Strich tauchte der Reingewinn von 39 Millionen auf 0,5 Millionen Franken, wie Implenia am Dienstag bekannt gab. Dabei hatten schon im Vorjahr der Rechtsstreit um das Zürcher Letzigrund-Stadion sowie Kostensenkungsmassnahmen im Deutschschweizer Strassen- und Tiefbau für einen Gewinntaucher von über einem Drittel gesorgt.

Finanzchef tritt ab

Der zweite Einbruch in Folge ist allerdings keine Überraschung. Der grösste Baukonzern der Schweiz hatte im Dezember mit einer Gewinnwarnung die Finanzgemeinde geschockt und die Aktie in den Keller geschickt. Probleme im Auslandgeschäft machten eine massive Wertberichtigung von 70 bis 90 Millionen Franken notwendig.

Die Behebung dieser Probleme sei nun im Gang, so Implenia. Man habe die Strategie angepasst und die Organisation gestärkt. Dabei verlässt unter anderem Finanzchef Beat Fellmann das Unternehmen. Sein Nachfolger wird Marco Dirren, der von den SBB kommt. Er tritt sein Amt am 1. Mai 2019 an.

(sda/ise/tdr)

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