In Schanghai unterhält der Pharmakonzern Roche eine Forschungs­firma namens Roche R&D Center (China) Ltd. Darin existiert eine Zelle der Kommunistischen Partei mit 35 Mitgliedern, wie eine Daten­aus­wertung der «Handelszeitung» zeigt. Roche äussert sich zur politischen Zuge­hörigkeit ihrer Mitarbeitenden nicht.

Es handle sich um «private Angelegenheiten der jeweiligen Personen». Falsch, findet Ralph Weber, China-Experte und Politik-­Professor an der Universität Basel: «In ­einer Demokratie ist die Parteizugehörigkeit Privatsache. In einem autoritären ­Regime ist es dies nicht.» Weber, der eine viel beachtete Studie über die Einflussnahme Chinas in der Schweiz publiziert hat, betont, dass die Gründe für die Parteizugehörigkeit viel­fältig seien. «Nicht jeder oder jede ist nur des­wegen schon verdächtig.»