Knapp zwei Wochen, nachdem die UBS die Zusammenarbeit mit Apple angekündigt hat, werden die UBS-Kreditkarten auch für die Bezahl-Wallets von Samsung und Google freigegeben. Das gab die Grossbank am Dienstag bekannt.

 

Damit können nun auch UBS-Kunden frei wählen, mit welcher Bezahl-App sie Kartenlos bezahlen wollen. UBS gehörte einst zum harten Kern der Banken, welche die Zusammenarbeit mit den Internet-Konzernen boykottierte, um die eigene Bezahl-App «Twint» zu schützen.

 

Boykott aufgegeben

Inzwischen haben die meisten Schweizer Banken diesen Boykott aufgegeben. Mit Apple und Samsung arbeiten die meisten zusammen, mit Google etwas weniger.

 

Komplett auf Schweizer Bezahl-Apps setzten derzeit noch die Postfinance, die «Twint» einst erfunden hatte, und einzelne Viseca-Aktionärsbanken wie Raiffeisen. Allerdings hat Raiffeisen bereits angekündigt, im Verlauf des Sommers ihre Karten ebenfalls freigeben zu wollen.

 

Auch das Startup Neon hat seine Karten bisher nicht für die Wallets der Technologie-Unternehmen freigegeben. Das dürfte allerdings eher an technischen Gründen liegen: So hat Neon doch bereits zum Start die Absicht kundgetan, die Karte freigeben zu wollen.

 

Bezahlen ohne Karte

Wallets wie Apple Pay ermöglichen, dass das Handy wie eine Kreditkarte zum Bezahlen im Laden verwendet werden kann. Zudem kann die Bezahlfunktion auch auf eine Smart Watch wie die Apple Watch geladen werden.

 

Allerdings kommt dieser Service für die Banken nicht ganz gratis. Bekannt ist, dass Apple einen Teil der Umsatzprovisionen aus dem Karteneinsatz für sich beansprucht – dem Vernehmen nach sind es 0,15 Prozentpunkte.

Zudem müssen sich Banken an den Werbekosten von Apple beteiligen. Google wiederum ist an Daten interessiert, die aus den Transaktionen generiert werden.

 

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