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Gezerre
Jetzt soll bei Sika nur noch einer gehen

Daniel Sauter: Er gilt als Wortführer der Übernahme-Gegner. Keystone

Kehrtwende im Streit um den Sika-Verkauf: Die Erbenfamilie will die Verwaltungsräte Paul Hälg und Monika Ribar nun doch behalten. Nur noch Daniel Sauter soll gehen, ein intimer Kenner des Konzerns.

Veröffentlicht am 22.06.2015

Paul Hälg und Monika Ribar sollen nun doch Verwaltungsräte von Sika bleiben. Die in der Schenker-Winkler-Holding (SWH) formierte Erbenfamilie begehre nur noch die Abwahl von Daniel Sauter, teilte Sika am Montag mit. Der Julius-Bär-Präsident sitzt seit über 15 Jahren im Verwaltungsrat des Unternehmens und gilt als tiefer Kenner des Konzerns.

Auf Antrag der Erbenfamilie hätte an der ausserordentlichen Generalversammlung am 24. Juni über die Abwahl von Verwaltungsratspräsident Hälg sowie der Verwaltungsräte Ribar und Sauter sowie über die Zuwahl von Max Roesle als Präsident abgestimmt werden sollen. Der Verwaltungsrat werde das Begehren von SWH prüfen und zu gegebener Zeit dazu Stellung nehmen, heisst es im Communiqué.

Verwaltungsrat wehrt sich gegen Übernahme

Der Verwaltungsrat wehrt sich zusammen mit dem Management und Minderheitsaktionären gegen die geplante Übernahme von Sika durch Saint-Gobain. Die Erbenfamilie Burkhard hatte im Dezember 2014 beschlossen, ihren Aktienanteil am Zuger Baustoffhersteller für 2,75 Milliarden Franken an die französische Konkurrenzfirma zu verkaufen. Um die Transaktion einzuleiten, wollten die Erben an der Generalversammlung vom 14. April eigene Kandidaten in den Verwaltungsrat wählen lassen.

Der Sika-Verwaltungsrat verhinderte dies allerdings, indem er die Stimmrechte der SWH gestützt auf eine Interpretation der Statuten bei den entscheidenden Traktanden begrenzte. Die Frage, ob die Stimmrechtsbeschränkung zulässig war, muss nach dem Entscheid des Zuger Obergerichtes nun in einem ordentlichen Verfahren entschieden werden. Bis dahin liegt die Übernahme auf Eis.

(sda/me/ama)

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