Die Schweizerische Post und die französische La Poste legen ihr internationales Briefpostgeschäft zusammen. Am 6. Juli sind sie eine Partnerschaft eingegangen, wie die Post mitteilte. Das Unternehmen heisst «Asendia by La Poste and Swiss Post». Beide Partner sind zu je 50 Prozent daran beteiligt.

Asendia soll in den nächsten Jahren das weltweit führende Unternehmen im internationalen Briefpostgeschäft werden. Dies sagte Postchef Jürg Bucher zur Nachrichtenagentur sda.

Im Zuge des Joint Ventures streicht die Post 50 bis 100 Stellen. Für diese Angestellte sucht die Post intern nach Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung. «Wir haben nicht im Sinn, Kündigungen auszusprechen», sagte der Postchef.

Heute ist Asendia die Nummer zwei hinter der Deutschen Post. «In zwei bis drei Jahren wollen wir die Deutsche Post überholen und die Nummer eins werden», sagte Bucher.

Joint-Venture bereits 2011 angekündigt

Asendia beschäftigt zurzeit über 1000 Mitarbeitende in Europa, Nordamerika und Asien und hat über 25 Standorte in 15 Ländern. Laut Mitteilung zählt Asendia mit einem Umsatz von über 400 Millionen Euro bereits heute zu den weltweit führenden Unternehmen im internationalen Mailgeschäft.

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Die Schweizerische Post und La Poste hatten das Joint-Venture bereits Ende 2011 angekündigt. Nachdem sie nun alle regulatorischen Genehmigungen erhalten haben, konnte Asendia offiziell aus der Taufe gehoben werden.

Die Post und La Poste teilen sich auch die Unternehmensführung. Den Vorsitz des Verwaltungsrats übernimmt Ulrich Hurni, Leiter PostMail und Stellvertretender CEO der Post. Marc Pontet, ehemaliger Stellvertretender CEO und Marketing- und Sales-Verantwortlicher von Courrier und CEO von La Poste Global Mail, wurde zum CEO ernannt.

Asendia verschickt Briefe, Kataloge, Zeitungen und Kleinwaren bis 2 Kilogramm. Das Unternehmen hat je einen Firmensitz in Bern und in Paris.

(aho/tno/sda/awp)