Gewinnsprung bei JP Morgan: Unter dem Strich verdiente die Bank in den ersten drei Monaten des Jahres 5,56 Milliarden Dollar und damit rund 67 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im ersten Quartal 2010 waren es noch 3,8 Milliarden Dollar gewesen. Je Aktie habe der Gewinn 1,28 Dollar im Vergleich zu 0,74 Dollar im Vorjahr betragen, teilte die Bank mit. Experten hatten mit einem geringeren Gewinnanstieg gerechnet.

Mit einem Überschuss von 2,4 Milliarden Dollar war das Investmentbanking erneut die Sparte mit dem höchsten Gewinn der Bank - allerdings sank der Anteil des stark von den Märkten abhängigen Bereichs. Die anderen Segmente konnten im Vergleich zum Vorjahr grösstenteils deutlich zulegen. Mit dem erneut glänzenden Ergebnis liess die Bank die Finanzkrise endgültig hinter sich und fühlt sich auch wieder stark genug, eine deutlich erhöhte Dividende zu zahlen sowie im grossen Stil eigene Aktien zurückzukaufen.

Die Grossbank hatte Mitte März angekündigt, die Quartalsdividende wieder auf 25 Cent je Aktie zu erhöhen sowie eigene Papiere für bis zu acht Milliarden Dollar erwerben zu wollen. Damit bewegt sich die Gewinnbeteiligung wieder auf das Niveau von vor der Finanzkrise zu, als die Ausschüttung pro Quartal 38 Cent betragen hatte. Während der Krise hatte die US-Notenbank die Dividenden begrenzt – JP Morgan hatte deshalb acht Quartale in Folge fünf Cent je Anteil bezahlt.

(laf/tno/awp)

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