Die von Julius Bär verwalteten Vermögen beliefen sich per Ende Oktober auf 422 Milliarden Franken gegenüber 412 Milliarden per Mitte Jahr, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Seit Jahresbeginn haben die verwalteten Vermögen damit um 10 Prozent angezogen, dies dank der positiven Marktentwicklung und weiteren Netto-Neugeldzuflüssen.

Die Netto-Neugeldzuflüsse beliefen sich annualisiert auf knapp 3 Prozent der Kundenvermögen, womit die Bank weiterhin unter der eigenen Zielbandbreite von 4 bis 6 Prozent blieb. So verspürte Julius Bär weiterhin Abgänge im Zusammenhang mit der Überprüfung ihrer Kunden.

Tiefere Bruttomarge

Zudem verdiente die Bank auf den verwalteten Vermögen von Juli bis Oktober etwas weniger als noch im ersten Halbjahr 2019. Die Bruttomarge lag für die ersten Monate noch bei «etwas mehr als 82 Basispunkten» nach 83,2 BP im ersten Halbjahr.

Erste Resultate hat im zweiten Halbjahr das Kostensenkungsprogramm gezeigt. Die Cost/Income-Ratio verbesserte sich etwas auf «unter 70 Prozent». Angepeilt wird von Julius Bär allerdings eine CI-Ratio von «unter 68 Prozent».

Nachdem die Bank beschlossen hatte, an ihrer italienischen Vermögensverwaltungstochter Kairos festzuhalten, muss sie nun allerdings Abschreibungen in Höhe von rund 90 Milliarden Euro oder rund 99 Millionen Franken bekanntgeben. Die Bank begründet dies mit einem neuen Businessplan, weiteren Abflüssen in den letzten vier Monaten und der nichtgeprüften Management-Betriebsrechnung.

Die Aktionäre sollen angesichts der «soliden Kapitalausstattung» und des «kontinuierlichen Kapitalwachstums» von einem Aktienrückkaufprogramm profitieren. Der Verwaltungsrat hat den Rückkauf von Aktien bis zu einem Anschaffungswert von maximal 400 Millionen Franken genehmigt, wie es heisst. Das Programm wird am 20. November 2019 lanciert und soll voraussichtlich bis Ende Februar 2021 dauern.

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Die Analystenerwartungen hat Julius Bär mit den verwalteten Vermögen die Prognosen gemäss AWP-Konsens knapp erfüllt, erwartet wurde im Schnitt ein Zufluss von 423 Milliarden Franken. Allerdings hatten die Analysten deutlich höhere Neugeldzuflüsse von annualisiert 3,6 Prozent erwartet. Die Bruttomarge hatten die Analysten im Schnitt bei 82,0 Basispunkten prognostiziert.

(awp/tdr)

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