Innerhalb weniger Stunden sind dem Fintech Neon am Montag mehrere Millionen Franken zugflossen. Das sagt Neon-Sprecher Julius Kirscheneder gegenüber der «Handelszeitung». Den Umfang der Kapitalerhöhung habe man spontan deutlich erhöht.

Eigentlich sei geplant gewesen, im Rahmen einer Finanzierungsrunde 1,5 Millionen Franken über stimmrechtlose Partizipationsscheine von eigenen Kunden aufzunehmen. Neon hatte denn auch seit längerem für die Crowd-Financing-Aktion geworben. Doch schon bald sei klar gewesen, dass die Nachfrage das Angebot deutlich überschreite.

Die 1,5 Millionen seien schon kurz nach dem Start zugesagt gewesen, sagt Kirscheneder. Nach Rücksprache mit dem Verwaltungsrat habe man daher beschlossen, den Betrag auf 5 Millionen zu erhöhen. Auch dieser Betrag sei schnell erreicht gewesen.

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Die fünf Millionen stammen von 1700 Neon-Kunden

«Wir haben Aussagen von Kunden, die darauf schliessen lassen, dass wir wohl noch deutlich mehr Geld hätten aufnehmen können», sagt Kirscheneder. Insgesamt haben sich auf unserer Plattform 4800 Benutzer registriert, die sich für die Kapitalerhöhung interessierten. Die nun zugesagten fünf Millionen Franken stammten von rund 1700 Neon-Kunden.

Die fünf Millionen Franken kommen zusätzlich zu den sieben Millionen Franken, welche Neon vor kurzem von seinen bestehenden Aktionären zugesichert erhalten hat. Somit fliessen Neon im Rahmen dieser Finanzierungsrunde insgesamt 12 Millionen Franken zu.

Man profitiere von einem starken Rückenwind, sagte Neon-CEO Jörg Sandrück Anfang Juni im Gespräch mit der «Handelszeitung». «Unsere Investoren waren schnell bereit, weiter zu investieren. Wir halten uns die Möglichkeit offen, das bis zum Sommer noch etwas aufzustocken. Aber mit den 7 Millionen sind wir schon sehr zufrieden.»