An Fünfsternehotels mangelte es in St. Moritz nie. Jedes dritte Gästebett ist in dieser Luxusklasse angesiedelt. Als das Kempinski Grand Hotel des Bains vor fünf Jahren als jüngste Nobelherberge seine Pforten öffnete, musste es sich gegenüber den Traditionshäusern Palace, Kulm, Suvretta und Carlton mit einem eigenständigen Auftritt profilieren. «Fünf Sterne, nur entspannter», umschreibt Verkaufschefin Rafaela Wakolbinger die Philosophie des Hauses, das in den Mauern des einstigen Parkhotel Kurhaus entstanden ist. Im Kempinski gibt es keinen Dresscode. Ansprechen will man damit eine junge Managergeneration, die im beruflichen Alltag strengen Kleidervorschriften entsprechen muss.


Präventivzentrum

Da erstaunt es kaum, dass mit dem Kempinski auch eine neue Gästeklientel den Weg nach St. Moritz gefunden hat. Das Netzwerk der Hotel-Gruppe sorgt für Belegungszahlen, die möglicherweise schon bald den ganzjährigen Betrieb erlauben. Im früheren Bäderhotel wird auch heute das Thema Gesundheit gross geschrieben. Seit diesem Sommer können die Gäste im neu eröffneten Diagnostik- und Präventivzentrum einen medizinischen Check-up vornehmen. Das schafft zusätzliche Varianten für Executive Board Meetings oder Seminare, die medizinische Themen miteinschliessen. «Es ist mir wichtig, den Gästen die besondere Lebensqualität und den Lifestyle, den das Hotel vermittelt, als einzigartige Erfahrung näher zu bringen», sagt Direktor Rupert Simoner.


Kontrapunkt zu den Cityhotels

Mit Kempinski werden vor allem hochwertige Businesshotels in den Zentren von deutschen Gossstädten assoziiert. Das High Alpine Resort mit 184 Zimmern und Suiten in St. Moritz soll einen Kontrapunkt setzen. Bei Tagungen ziehen sich die Teilnehmer zwischendurch nicht rasch ins eigene Büro zurück, sondern sie gehen zwei Stunden Ski fahren oder Biken. Das ist speziell beliebt bei Veranstaltungen, die sich der Teambildung widmen. «St. Moritz wird als Tagungsort gewählt, wenn dieser interaktive Gedanke mit dabei sein soll», charakterisiert Rafaela Wakolbinger die Engadiner Destination. Das Rahmenprogramm spielt dementsprechend eine grosse Rolle.

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Wählt eine Firma oder Organisation ein Kempinski-Hotel für Tagungen, Incentives, Präsentationen oder Bankette, kümmert sich eine Ansprechperson, der sogenannte Meeting Concierge Executive, um den Anlass und sämtliche Aussenaktivitäten. Im gastronomischen Bereich gibt es nebst den beiden Restaurants Les Saisons und Cà dOro, die mit 14 und 15-GaultMillau-Punkten prämiert sind, seit dem vergangenen Winter auch das hoteleigene Bergrestaurant Chesa Chantarella, das in Salastrains, mitten im Zielgebiet der alpinen Ski-Weltmeisterschaften, liegt. Die Kulinarik ist für die Tagungsgäste wichtig. In der Küche wird speziell auf einheimische Nahrungsmittel geachtet, um damit auch den Charakter des Bündner Hochtals zu unterstreichen. Bei den Outdoor-Aktivitäten arbeitet das Hotel eng mit drei spezialisierten Agenturen zusammen. Zudem werden kulturelle Rahmenprogramme, wie etwa ein Besuch im Segantini-Museum, für die Partner der Tagungsgäste organisiert.


Synergien in der Gruppe

Innerhalb der Kundengruppen führen die Schweizer mit rund 45% die Nationalitätenstatistik an, gefolgt von den Gästen aus Deutschland mit etwa 30% sowie Italien, Grossbritannien und Russland. Absolut dominant sind die Teilnehmer aus dem Corporate-Bereich. Rafaela Wakolbinger verweist auf die gewichtigen Schweizer Unternehmen, vorab aus dem Finanzsektor, die eine hohe Bereitschaft für Tagungen zeigen. Ganz allgemein werde in der hiesigen Wirtschaft mehr Geld für solche Veranstaltungen ausgegeben als in Deutschland. Bei den Buchungen kann das Kempinski St.Moritz von Verkaufsteams für das MICE-Geschäft (Meeting, Incentive, Congress, Event) profitieren, die in allen wichtigen Märkten Europas und in Übersee tätig sind. In der Gruppe hat dieser Geschäftszweig einen hohen Stellenwert. Deshalb ist man auch bei den wichtigen internationalen Messen mit eigenen Leuten vertreten. Der MICE-Bereich steuert im Engadiner Betrieb rund 30% zum Umsatz bei, kann aber in den klassischen Cityhotels bis gegen 50% ansteigen. Das Kempinski St.Moritz zählt etwa ein Dutzend Key Accounts, die regelmässig besucht werden.

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Kempinski Grand Hotel des Bains, St. Moritz

Adresse: Rupert Simoner, 7500 St. Moritz, Tel. 081 838 38 38.

Seminarpauschale: 377 Fr. pro Person/Tag, inkl. Übernachtung, Mittag- und Nachtessen, Kaffeepausen und Technik.

Tagespauschale: 127 Fr. pro Person, inkl. Mittagessen und Kaffeepausen.

Raumangebot: 7 Räume von 40 m2 bis 350 m2 für 10 bis 250 Personen.

www.kempinski-stmoritz.com

Genfer Headquarter: Zur Kempinski-Gruppe, die vor 110 Jahren gegründet wurde, gehören heute knapp 60 Fünfsternehotels. Das internationale Headquarter ist in Genf; die Verkaufszentrale befindet sich in München. In der Schweiz verfügt die Kette über drei Hotels in Genf, Le Mont-Pélerin und St. Moritz. Als Gründungsmitglied der Global Hotel Alliance (GHA) zählt die Gruppe zu einem weltweit operierenden Hotelnetzwerk, bestehend aus 152 Hotels in 35 Ländern. Die sechs Hotelgesellschaften Dusit Hotels & Resorts, Kempinski Hotels, Landis Hotels & Resorts, Marco Polo Hotels, Omni Hotels und Pan Pacific Hotels & Resorts bilden eine Allianz.