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Sicherheit
Kevin – der virtuelle Mitbewohner als Schutz vor Einbrechern

Kevin
Kevin macht Geräusche und Licht – damit Einbrecher denken, es wäre jemand zu Hause. Quelle: Mitipi AG / Jakob Cevc

Das Smart-Home-Startup Mitipi, das bereits mit ihrem Anwesenheitssimulator für Aufsehen sorgte, lanciert nun eine neue Versicherung.

Von David Torcasso
am 13.02.2019

Kennen Sie ihn noch? Kevin, der Junge, der von seiner Familie alleine zu Hause gelassen wurde und sich dann gegen Einbrecher wehrt? Abgeleitet von diesem Kultfilm hat das Schweizer Startup Mitipi mit ihrem «Kevin» für Aufsehen gesorgt: Eine Box, etwa so gross wie ein Router, soll simulieren, dass jemand zu Haue ist, um vor Einbrechern zu schützen. 

So ist «Kevin» mit LED und Lautsprecher ausgestattet. Damit kann das Gerät durch Sound, Licht und Schattenspiele einen virtuellen Mitbewohner schaffen. Dieser erzeugt dank Geräuschen wie Abwaschen, Treppensteigen oder Geschirrklappern einen Tagesablauf. Deshalb hört man ihn auch duschen, Zähne putzen oder Musik spielen. 

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Gesteuert wird «Kevin» durch eine App. Als Mitipi Anfang 2018 ihr Crowdfunding starteten, berichteten internationale Sender wie BCC oder das US-Techportal von CNET oder «The Verge» über das Schweizer Startup. Bereits beim Crowdfunding hat das Startup über 500 Stück des Geräts, das 279 Franken kostet, vorverkauft. Weitere Geräte werden in diesen Tagen an die Kunden ausgeliefert. Zudem gibt es «Kevin» beispielsweise auch auf Digitec Galaxus zu kaufen.

Startups beflügeln Versicherungen

Das Startup Mitipi wurde vor rund einem Jahr von den Helvetia Versicherungen ausgegründet und möchte Smart-Home-Technologien sowie Versicherungen für die Sicherheit zu Hause vereinen.

Neben dem Einbrecher-Schreck «Kevin» hat Mitipi nun zusammen mit der Versicherung smile.direct ein Sicherheits-Abo lanciert. Pünktlich zur Auslieferung der Geräte an die Kunden. Wollten diese einen Schutz gegen Einbrecher, mussten sie Prävention, Gefahrerkennung und Prävention in drei verschiedenene Bereichen abdecken. Mitipi möchte nun das Physische und Digitale miteinander verbinden: Die Prävention erfolgt durch «Kevin», die Hausratversicherung dazu kommt von smile.direct. 

«Kevin» kann durch Sensortechnologie auch Risiken wie Feuer und Wasser abdecken, die wiederum Einfluss auf die Versicherungsprämie haben. Dazu kommt der Einbruch-Schutz. Dieser möchte Mitipi sogar garantieren: «Wenn eingebrochen wird, obwohl jemand «Kevin» verwendet, erhält man das Geld für das Gerät zurück», sagt Mitgründerin Laura Schilliger von Mitipi

Der Vertrieb des Versicherungspakets soll komplett online erfolgen. Dabei bewegt sich der Preis für dieses Abo, bestehend aus dem Gerät und der Versicherungsprämie, zwischen 20 bis 75 Franken pro Monat. Je nach Grösse der Wohnung und Anzahl Personen. 

Team
Das Team von Mitipi: Khanh Nguyen, Laura Schilliger, Julian Stylianou und Jakob Cevc (v.l.).
Quelle: ZVG