Die Zahl der Klagen gegen den Medizintechnikkonzern Zimmer wegen angeblich defekter Hüftprothesen in den USA nimmt zu. Das berichtet die «Handelszeitung» in ihrer neuen Ausgabe. Es geht um Schadenssummen in dreistelliger Millionenhöhe. Von den Dutzenden Klagen erfasst ist auch die Europa-Zentrale von Zimmer in Winterthur, wo die fraglichen Implantate hergestellt wurden.

Aus US-Gerichtsdokumenten geht hervor, dass Zimmer die angeblich defekten Gelenkspfannen zu einer Zeit weiter verkauft haben soll, als die Probleme bereits bekannt waren. Warnungen von Ärzten, Studienergebnisse und zahlreiche Patientenbeschwerden habe Zimmer den Unterlagen zufolge «vorsätzlich ignoriert». Vertreter von Zimmer in der Schweiz wollten zu den Anschuldigen «zum jetzigen Zeitpunkt keine Stellung nehmen».

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