Schon seit Tagen macht die Aktie von Meyer Burger mit kräftigen Kursgewinnen von sich reden. Mit einem Plus von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Schlussstand vom vergangenen Freitagabend führt das Solarunternehmen die Gewinnerliste von dieser Woche unangefochten an.

In einer Mitteilung an die Medien lüftet mit Sentis Capital der grösste Einzelaktionär gleich höchst persönlich das Rätsel um die Kursstärke der letzten Tage. Wie der Medienmitteilung entnommen werden kann, hat Sentis Capital Cell 3 PC bei Meyer Burger zuletzt Aktien zugekauft und hält neuerdings wieder etwas mehr als 10 Prozent am Solarunternehmen.

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Zentrale Ziele erreicht

Wie es weiter heisst, sei der Verwaltungsrat der Sentis Capital Cell 3 PC durch den Nachrichtenfluss der vergangenen Wochen und Monate positiv überrascht worden. Das gelte insbesondere für den deutlich schneller als geplanten Abschluss der Finanzierung und damit einhergehend schnelleren Ausbau der Kapazitäten, als auch für den frühen US-Markteintritt sowie für die neuen Solar-Dachziegel.

Aus Sicht des grössten Einzelaktionärs ist Meyer Burger dank der gesicherten Finanzierung der nächsten Ausbauschritte nicht mehr mit dem Unternehmen aus der Zeit davor vergleichbar.

Im Juli platzierte Meyer Burger gut 155 Millionen neue Aktien sowie eine 145 Millionen Euro schwere «grüne» Wandelanleihe bei Investoren. Dadurch fiel der Stimmenanteil von Sentis Capital Cell 3 PC ohne eigenes Zutun auf 9,5 Prozent. In der Spitze war die Beteiligungsgesellschaft des in Wien lebenden russischen Milliardärs Petr Kondrashev kurz nach der Bilanzsanierung vom Sommer 2020 einst sogar Herr über 14,7 Prozent der Stimmen.

Credit Suisse gerät in Erklärungsnot

Seither wurden immer wieder Spekulationen laut, wonach sich der grösste Einzelaktionär sogar ganz aus dem Aktionariat zurückziehen wolle. Spätestens nach der bekanntgewordenen Beteiligungserhöhung dürften diese Stimmen nun verstummen, so sind sich Beobachter sicher. Ihres Erachtens fällt mit diesen Neuigkeiten ein nicht unwesentlicher Unsicherheitsfaktor weg.

Das Nachsehen dürfte unter anderem die Credit Suisse haben. Erst vor wenigen Tagen setzte die Grossbank die Meyer-Burger-Aktie als einzige Verkaufsempfehlung aus der Schweiz unter negativen Vorzeichen auf die Liste der europäischen Aktienfavoriten für das Schlussquartal (der cash Insider berichtete). Das Anlageurteil lautet «Underperform» mit einem Kursziel von 30 Rappen.

Dieser Artikel erschien zuerst bei cash.ch unter dem Titel: «Rätsel um die Kursstärke bei der Meyer-Burger-Aktie gelüftet»

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