Das Führen eines Luxussportwagenherstellers wie Lamborghini braucht so viel Feingefühl wie das Fahren eines dieser PS-Boliden am Limit: Die Verkäufe sollen zulegen, doch die Exklusivität muss gewahrt bleiben. Technisch müssen die Autos zum Besten zählen – aber zu viel Fortschritt kann auch gefährlich werden. Daher hat Lamborghini-Chefpilot Stephan Winkelmann dem ersten Vollstrom-Lamborghini den Stecker gezogen.

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Vor fünf Jahren, als die Planungen begannen, sei die Akzeptanz so hoch gewesen, dass auch Lamborghini seine Modellpalette mit einer vierten vollelektrischen Baureihe ergänzen wollte. Ursprünglich sollte der erste E-Lambo, der als viertüriger GT geplant war, noch vor Ende der Dekade auf den Markt kommen. «Doch die Ablehnungsrate unter unseren Kunden wurde in den letzten Jahren nicht kleiner, sondern grösser», so Winkelmann im Gespräch. Gerade der «fehlende Sound und die damit verbundenen Emotionen sind ein Problem», erklärt er.