1. Home
  2. Unternehmen
  3. Leonteq untersuchte Pierin Vincenz’ Spesen

Corporate Governance
Leonteq untersuchte Pierin Vincenz’ Spesen

Pierin Vincenz
Pierin Vincenz war bis im letzten Winter Präsident der Derivatefirma Leonteq. Quelle: Keystone

Die Derivatefirma führte im letzten Jahr eine Untersuchung zu den Spesenbezügen ihres damaligen Präsidenten durch.

Von Sven Millischer
am 20.06.2018

Der ehemalige Raiffeisen-Chef war bis im letzten Jahr Präsident der Leonteq. «Ein Teil von Vincenz’ Bezügen verstiess dabei gegen geltende Leonteq-Spesenrichtlinien», so eine involvierte Person, die von «erheblichen Beträgen» spricht. Laut einer anderen Quelle habe es sich um eine «hohe fünfstellige Summe» gehandelt. Präsident Vincenz soll sie für Übernachtungen der Luxusklasse und Unterhaltungsangebote im In- und Ausland eingesetzt haben, und zwar im Zeitraum ab 2015.

Dazu äussern will sich Pierin Vincenz nicht. Sein Vertreter verweist auf Leonteq. Deren Sprecher Dominik Renggli erklärt, man kommentiere keine Spekulationen, und betont, die internen Weisungen und Richtlinien würden für «alle Verwaltungsratsmitglieder von Leonteq» gelten. Im Leonteq-Geschäftsbericht 2017 wird allerdings extra daraufhin gewiesen, dass in der Vergütungssumme für den VR sogenannte «out-of-pocket expenses» beziehungsweise Rückerstattung für Reise- und Hotelspesen nicht enthalten seien. Pierin Vincenz verdiente in seiner Zeit im Leonteq-Verwaltungsrat kumuliert rund 1 Million Franken.

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.

Anzeige