Immer mehr Menschen nutzen heute digitale Kommunikation. Meist bieten aber die eigenen Wohnräume – im Gegensatz zu den in modernen Bürogebäuden standardmässig vorhandenen universellen Netzwerken – keine entsprechenden Ausrüstungen. Mit einer Multimedia-Vernetzung ist man flexibel, wie nachstehendes Beispiel zeigt. Yassir Osman, 43, dipl. Architekt ETH SIA, und Corinna Osman, 35, Medizin-Ethikerin, hegten schon seit längerer Zeit den Wunsch nach eigenen vier Wänden. Mit dem Profil «Nahe von Zürich, Ruhe, Natur, kinderfreundlich und gute Architektur sowie bezahlbar» war es allerdings nicht einfach, etwas Passendes zu finden. Aber sie hatten Glück und kamen in Kontakt mit dem Projekt «alea2» – sechs grosszügige Einheiten in zwei Reihenhauszeilen – von Marcel Thönen, dipl. Architekt BSA SIA mit Andreas Ilg, Architekt ETH.

Individuelle Architektur

Zumikon mit seiner Lage nahe der Stadt und im Naherholungsgebiet gelegen, mit tiefem Steuerfuss, gilt an sich schon als begehrter Wohnort. «alea2» liegt zusätzlich am Ende einer Sackgasse. Die Atriumhäuser überzeugen durch ihre individuelle Architektur, welche einem ein Gefühl der Geborgenheit bei gleichzeitiger Transparenz im Hausinnern vermittelt. Die wenigen tragenden Wände ermöglichen eine grosse Flexibilität im individuellen Ausbau und im späteren Nutzen.

Hohe Übertragungskapazität

Genau das entspricht dem Bedürfnis des Architekten Osman: «Im Moment haben wir das Kinderzimmer im OG platziert und nutzen den grossen Raum im UG als unser grosszügiges Home-Office. Falls es nochmals Nachwuchs gibt, würden wir wohl im UG eine Wand einziehen, um so zwei Kinderzimmer zu erhalten, und dafür unser Heimbüro ins OG verlegen.»Nutzungsneutrale Wohnräume benötigen als Konsequenz aber auch eine entsprechende technische Infrastruktur. Einerseits liess Osman Beleuchtungs-, Beschattungs- und Heizungssteuerung mit dem Bussystem KNX und KNX-Tastern ausführen. Andererseits war für ihn klar, dass – analog zu grossen Bürogebäuden, die er als Architekt plant – auch zu Hause eine strukturierte Kommunikationsverkabelung mit hoher Übertragungskapazität Sinn macht. Nachdem er sich auf dem Markt nach entsprechenden Produkten umgeschaut hatte, machte ihn ein befreundeter Elektroplaner auf das neue System «Dirigon» von Feller aufmerksam. «Alle Medien über einen Kabeltyp mit hohem Datendurchsatz mit genügend Reserve für zusätzliche Anwendungen statt Mischung Twisted-Pair- und Koaxial-Kabel sowie ein sauber gelöstes Patchpanel und den integrierten Aktiv-Modulen – das überzeugte mich sofort!», so Osman. Die entsprechenden Anschlussdosen wurden durch den Elektroplaner Roger Manet, Eprom, und die Elektroinstallationsfirma Elektrobär AG, Zürich, in Absprache mit Osman platziert, auch an speziellen Orten wie zum Beispiel im Küchenkorpus – eben einfach dort, wo man gerne kommuniziert. In einem Teil der Räume wurden auch Bodendosen installiert, beispielsweise im grossen, momentan als Büro benutzten UG, welche die in der Mitte des Raumes platzierten Schreibtische mit Energie und Kommunikation versorgen ohne störende Anschlusskabel im Raum.Der zentrale Kommunikationsverteiler mit den entsprechenden Komponenten ist in einem Wandschrank neben der Elektroverteilung platziert. Gegenüber den bisher verteilt installierten Einrichtungen für die einzelnen Medien wie Telefon, TV, Internet wird mit einer einheitlichen Leitung und einer Anschlussdose hohe Flexibilität erzielt.

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Auch für Laien

«Jetzt habe ich eine 1,5 Terabyte-NAS-Harddrive in Betrieb genommen und kann nun meine grosse i-Tunes Musiksammlung und alle digitalen Fotoalben über das Netzwerk an diverse Endgeräte mit Gigabit-Ethernet übertragen!», veranschaulicht Yassir Osman den Nutzen. Immer mit den gleichen Anschlüssen und den gleichen Patchkabeln, wodurch Änderungen an Anschlüssen – zum Beispiel das TV-Gerät in einen anderen Raum zu wechseln – durch einfaches Umstecken auch von Laien durchgeführt werden können. Und noch ein Vorteil: Da «Dirigon» vom gleichen Hersteller wie die KNX-Taster und Steckdosen stammt, ergibt sich überall das einheitliche «Ediziodue»-Design (14 Kunststoff-farben und 10 Prestigerahmen mit edlen Materialien wie Stahl, Aluminium, Messing und Glas).Immer mehr Menschen nutzen heute die schöne neue Welt der digitalen Vernetzung, Beruf und Freizeit gehen oft nahtlos ineinander über, und vielfach sollte man allzeit erreichbar sein und Zugriff auf wichtige Unterlagen haben. Um doch noch möglichst viel Zeit mit seinen Kindern zu geniessen – gerade wie bei Familie Osman, wo beide Eltern berufstätig sind –, will man mehr zu Hause sein und benutzt dafür häufig sein Home-Office. All dies setzt eine entsprechende, flexible Vernetzung voraus, wie sie bei den Osmans installiert wurde.