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Marlboro-Konzern erleidet Gewinneinbruch

Immer mehr Rauchverbote drücken auf den Absatz von Zigaretten. (Bild: Keystone)

Altria, dem Besitzer des Marlboro-Produzenten Philip Morris, machen die weltweit zunehmenden Rauchverbote zu schaffen. Darüber hinaus muss der Konzern wegen Leasinggeschäften über eine halbe Milliarde

Veröffentlicht am 20.07.2011

Der Marlboro-Hersteller Altria hat im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten. Neben leicht rückläufigen Zigarettenverkäufen setzte dem US-Tabakkonzern vor allem eine Steuerbelastung zu. Der Überschuss sank dadurch im Vergleich zum Vorjahr um 57 Prozent auf 444 Millionen Dollar, wie Altria am Mittwoch in Richmond im US-Bundesstaat Virginia mitteilte. Analysten hatten mit einem Rückgang in dieser Grössenordnung gerechnet. Der Umsatz gab um 5,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar nach.

Altria hatte im Zusammenhang mit Leasinggeschäften bei einer Tochter eine einmalige Steuerbelastung in Höhe von 627 Millionen Dollar verbuchen müssen, was den Gewinn sinken liess. Der Konzern hat ohnehin in den USA mit einem schwierigen Umfeld zu kämpfen.

Dem Unternehmen aus Richmond gehört der grösste Zigarettenhersteller der USA, Philip Morris, der wiederum die wohl bekanntestes Zigarettenmarke der Welt, Marlboro, produziert. Angesichts der Rauchverbote greifen Verbraucher aber seltener zur Zigarette. Altria versucht diesen Effekt mit Einsparungen im Konzern und höheren Preisen abzufangen. Zudem setzt der Konzern zunehmend auf rauchfreie Produkte wie Schnupf- und Kautabak. Altria verkauft auch Wein und besitzt eine lukrative Beteiligung am Brauereikonzern SAB Miller.

(rcv/laf/awp)

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