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Sorgen
Mega-Börsenfusion bei Anlegern im Gegenwind

Chart an der Deutschen Börse: Anleger fürchten Nachteile bei einer Fusion mit London. Keystone

Eine Anleger-Lobby sieht erhebliche Nachteile durch die geplante Fusion der Deutschen Börse und der London Stock Exchange. Befürchtet wird eine Monopolstellung des fusionierten Betreibers.

Veröffentlicht am 05.08.2016

Eine europäische Privatanleger-Lobby hat in einem Schreiben an die EU-Wettbewerbsaufsicht den geplanten Zusammenschluss der Deutschen Börse und der London Stock Exchange (LSE) kritisiert. Es sei zu befürchten, dass der fusionierte Börsenbetreiber quasi eine Monopol-Stellung erlange und so Kosten und Gebühren diktieren könnte, heisst es in dem Schreiben der European Investors Association an Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Auch könnte die Bedeutung kleinerer Börsenbetreiber wie der Euronext schrumpfen, was Nachteile für Anleger und börsennotierte Unternehmen mit sich bringe. Die Gruppe forderte in dem auf den 4. August datierten Schreiben aber nicht explizit, dass Vestager das 25 Milliarden Euro schwere Vorhaben stoppt.

Zusammenschluss bis Mitte 2017

Die Fusion der Deutschen Börse mit der Londoner LSE soll spätestens im Sommer 2017 unter Dach und Fach sein. LSE-Chef Xavier Rolet sagte am Donnerstag, mit dem Abschluss des Zusammenschlusses der beiden Branchengrössen in Europa sei im ersten Halbjahr 2017 zu rechnen.

(reuters/gku)

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