In die Top Ten der grössten Schweizer Unternehmen hat es im letzten Jahr die Senkrechtstarterin Mercuria Energy Trading geschafft. Mit einem Umsatz von 28,2 Mrd Fr., was einer Steigerung von 152% gegenüber 2005 entspricht, ist die Genfer Mineralölhandelsgesellschaft auf Rang acht geklettert. Dies, obschon sie erst im Juni 2004 von den beiden Schweizern Marco Dunand und Daniel Jaeggi gegründet worden ist. Die beiden, im Öl-Handel erfahren aus Tätigkeiten für die Investmentbanken Goldman Sachs und Salomon Brothers in London und New York, hatten damals gerade den europäischen Handelssitz für die kalifornische Energiegruppe Sempra von London nach Genf transferiert und trafen zufällig auf zwei polnische Unternehmer, die in Zypern als J&S Group mit russischem Öl handelten. J&S interessierte sich für eine Zusammenarbeit und wurde Minderheitsaktionärin der neu gegründeten Mercuria.

Heute werden in Büros im Stadtzentrum, an der Place du Molard, mit einem Team von rund 50 Brokern weltweit Erdölpreise verglichen und Tankschiffe dirigiert. Mit durchschlagendem Erfolg. Von einem Handelsvolumen von rund 8 Mrd Fr. im ersten Jahr hat sich das Geschäft von Mercuria innert Kürze mehr als verdreifacht. Das rasche Wachstum ist mitunter der durch Dunand und Jaeggi vorangetriebenen Diversifikation zuzuschreiben. Mercuria handelt auch mit flüssigem Naturgas und hat dafür zusammen mit dem US-Giganten Cheniere eine Handelsfirma in Nyon gegründet.