Das Basler Unternehmen erzielte 2019 einen Umsatz von 445,2 Millionen Franken, was einem Rückgang von knapp 15 Prozent entspricht, wie die MCH am Donnerstag mitteilte.

Die geringeren Einnahmen seien in erster Linie eine Folge des schwächeren Messezyklus gewesen. Insbesondere habe die Swissbau nicht stattgefunden. Zudem habe die Neuausrichtung der Baselworld und der Tochtergesellschaft Winkler Livecom zu einer Einbusse geführt.

Unter dem Strich stand ein Reinverlust von 9,9 Millionen Franken, nachdem in den beiden Vorjahren noch tiefrote Zahlen (2018: -190,4 Mio) resultiert hatten. 2019 seien keine weiteren ausserordentlichen Abschreibungen notwendig gewesen. Ausserdem seien die Restrukturierungskosten deutlich tiefer ausgefallen als im Vorjahr.

Stabilität nicht gefährdet

Die Zukunft sieht allerdings düster aus. So werde die Corona-Krise starke Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis 2020 haben, wird eingeräumt. Konkret wird mit einer Umsatzeinbusse in der Grössenordnung von 130 bis 170 Millionen Franken gerechnet - was gegenüber dem Umsatz 2019 einer Einbusse von 30 bis knapp 40 Prozent entspricht.

Seit dem letzten Februar 2020 seien zahlreiche Messen und Events abgesagt oder verschoben worden, so MCH. Bekanntlich wurde unter anderem die Uhren- und Schmuckmesse Baselworld auf 2021 verschoben. Man arbeite intensiv daran, mit den betroffenen Kunden und Partnern «geeignete und faire Lösungen» zu finden, so die Mitteilung weiter. Es seien auch verschiedene Massnahmen zur Kostensenkung ergriffen worden.

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Starke Liquidität

MCH bekräftigt allerdings die vor wenigen Wochen gemachten Aussagen, dass die Stabilität des Unternehmens nicht gefährdet sei. «Wir haben eine starke Liquidität», lässt sich Verwaltungsratspräsident Ulrich Vischer zitieren.

Und CEO Bernd Stadlwieser ergänzt: «Wir arbeiten seit Wochen intensiv an der Stabilität des Unternehmens.» Zugleich werde aber auch mit Hochdruck an der Umsetzung der in den vergangenen Monaten eingeleiteten Strategie gearbeitet.

Die Entwicklung von klassischen Messe- und Eventformaten zu «Plattformen und Communities» habe nun noch grössere Dringlichkeit. «Sie ist auf die Zeit nach der Coronakrise ausgerichtet und wird deshalb intensiv vorangetrieben», so der CEO.

(awp/tdr)

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