Eine weltweite Störung bei Microsoft hat am Mittwoch zu einem Ausfall zahlreicher Dienste des Software-Konzerns geführt. Nutzer berichteten auf Störungsportalen, dass unter anderem die Bürokommunikations-Plattform Teams und der E-Mail-Service Outlook nicht funktionierten. Microsoft bestätigte, dass die Netzwerk-Infrastruktur weltweit gestört war.

Auslöser war ein Fehler bei einer Änderung der Netzwerk-Konfiguration in Microsoft-Systemen, wie der Konzern mitteilte. Dadurch konnten Dienste nicht mit der Cloud-Infrastruktur und auch nicht untereinander kommunizieren. Nachdem das fehlerhafte Update rückgängig gemacht wurde, kamen die betroffenen Dienste am späten Vormittag (MEZ) nach und nach wieder online. Probleme bestünden aber weiterhin.

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Fehler bei Aktualisierungen der Netzwerk-Einstellungen sind ein häufiger Grund für grossflächige Störungen. So war das die Ursache für den sechsstündigen Komplettausfall von Facebook, Instagram und WhatsApp im Oktober 2021. Da damals auch interne Systeme des Konzerns betroffen waren, mussten der «New York Times» zufolge Techniker erst in ein Facebook-Rechenzentrum im kalifornischen Santa Clara fahren, um die Server zurückzusetzen.

Starke Konzentration verstärkt Probleme

Das Ausmass von Störungen wird oft dadurch vergrössert, dass die Infrastruktur für den Betrieb von Cloud-Diensten stark bei wenigen grossen Anbietern wie Amazon, Microsoft und Google konzentriert ist. So rissen Probleme in Googles Cloud-Service im Herbst 2021 auch den Musikdienst Spotify, die Fotoplattform Snapchat und den Chatdienst Discord mit aus dem Netz.

Auch auf Microsofts Cloud-Angeboten wie Azure setzen nicht nur die hauseigenen Angebote des Konzerns auf, sondern es greifen auch viele Start-ups und grosse Unternehmen auf sie zurück.

(awp/mth)