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Rückzug
Migros gibt Filialen in Deutschland auf

Migros-Logo: Bald in Deutschland Geschichte. (Bild: Keystone)

Die Expansion über die Grenze ist gescheitert. Der Detailhandelskonzern gibt seine vier Filialen in Baden-Württemberg auf. Es kommt zu Entlassungen.

Von Stefan Eiselin
am 18.06.2013

Ende nach 18 Jahren: Die Migros-Genossenschaft Basel zieht sich aus Deutschland zurück. Sie gibt per 1. Oktober ihre vier Läden in Lörrach, Freiburg, Ludwigsburg und Ludwigshafen auf. Die Standorte übernimmt die deutsche Detailhandelsgruppe Rewe. Von den derzeit 295 Mitarbeitenden von Migros Deutschland werden 220 weiterbeschäftigt, wie die Migros Basel mitteilte.

Die Migros-Genossenschaft Basel eröffnete 1995 ihre erste Filiale im Ausland - die in Lörrach. Sieben Jahre später kam Freiburg als weiterer Standort hinzu. Von Anfang an lief es aber nicht reibungslos. Die 2001 eingeweihte Filiale in Bad Säckingen wurde nach sieben Jahre bereits wieder geschlossen. Auch in Reutlingen hatte die Migros keinen Erfolg. Der 2008 eröffnete Laden wurde nach vier Jahren wieder dicht gemacht.

Noch vor Kurzem ausgebaut

Die Expansion wurde noch vor Kurzem forciert. Im September 2010 kam ein neuer Supermarkt in Ludwigshafen am Rhein im neu erbauten Einkaufszentrum Rhein-Galerie hinzu und im März 2011 einer im Einkaufszentrum Breuningerland in Ludwigsburg.

Vergangenes Jahr setzten die vier Filialen in Deutschland 50,5 Millionen Euro um - ein Minus von 5 Prozent gegenüber 2011. Der Verlust betrug 136'550 Euro.

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