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Wegzug
Milliardenkonzern Tyco kehrt Schweiz den Rücken

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Noch ein Unternehmen verlässt die Schweiz nach wenigen Jahren wieder. Der Sicherheitskonzern Tyco verlegt seinen globalen Hauptsitz von Neuhausen SH nach Irland. Die Schweiz sei zu «unberechenbar».

Von Stefan Eiselin
am 03.05.2014

Eigentlich hatte Tyco noch vor kurzem vor, den Standort Schaffhausen auszubauen. Der Sicherheits- und Brandsystem-Spezialist errichtete in Neuhausen SH dazu gar noch ein neues Bürogebäude für 75 Finanzexperten. Doch nun ist die Liebe zur Schweiz nicht mehr so gross. Tyco will seinen globalen Hauptsitz nach Irland verlegen, wie das Unternehmen am Freitagabend bekannt gab. Nicht vom Entscheid betroffen sind die Tyco-Töchter.

Unternehmen könnten in «stabilen, berechenbaren Umgebungen» am besten florieren. Das sei in Irland gegeben. Oder mit anderen Worten: Die Schweiz wurde dem Management zu unberechenbar. Kürzliche Änderungen beim Schweizer Recht betreffend dem regulatorischen Umfeld würden das Unternehmen sehr beunruhigen, teilte der Konzern mit. Dies führe unter anderem zu einem Wettbewerbsnachteil. Definitiv über die Verlegung der Holding entscheiden werden die Aktionäre des Milliardenkonzerns.

Ende Jahr verlässt Holding in Neuhausen 

Der Wegzug sei aus Sicht der Besitzer die beste Lösung, so Tyco weiter. Noch bis Ende Jahr soll der Schritt vollzogen werden. Noch im März hatte ein Sprecher gesagt, dass man am Sitz in Neuhausen festhalte. Es ist bereits der x-te Fall eines Wegzugs. Vor kurzem beschloss der britische Sicherheitskonzern Aegis von Basel wegzuziehen, zuvor verliess auch der Ölservice-Konzern Weatherford nach nur sechs Jahren die Schweiz schon wieder

Besonders Irland ist für die Umzieher attraktiv. Verlockend sind für viele Multis die günstigen Steuersätze auf der Insel. Der übliche Satz liegt in Irlandk bei im internationalen Vergleich niedrigen 12,5 Prozent. In der Schweiz sind es 21 Prozent. 

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