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Logistik
Millionenklage gegen Kühne + Nagel

Kühne + Nagel: Der Logistikonzern hat Ärger in Deutschland.   Keystone

Kühne + Nagel steht massiver juristischer Ärger ins Haus: Gegen das Unternehmen hagelt es in Deutschland eine Schadenersatzklage und Korruptionsvorwürfe.

Von Bernhard Fischer
am 27.05.2015

Der Logistikkonzern Kühne + Nagel mit Sitz im Kanton Schwyz ist mit Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe konfrontiert. Ein ehemaliger Grosskunde von Kühne + Nagel, die Chromo Möbel GmbH in Deutschland, zerrt dazu den Konzern in Hamburg vor den Kadi. Dem gesamten Verwaltungsrat von Kühne+Nagel wurde im Mai die Streitverkündung zugestellt, welche der «Handelszeitung» vorliegt.

Mit diesem Rechtsmittel sind nun sämtliche Verwaltungsratsmitglieder,  darunter Firmenchef Klaus-Michael Kühne sowie VR-Mitglied Jürgen Fitschen, aktuell Co-Chef der Deutschen Bank, in den Zivilprozess involviert.

Mutmassliche Schmiergeldzahlungen

Was der Zivilprozess ebenfalls zutage fördert, sind mutmassliche Schmiergeldzahlungen des Logistikers und verdeckte Provisionen, die über Jahrzehnte hinweg gezahlt worden sein sollen. Das geht aus den Anhängen zum Zivilprozess und Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaften in Bayern und Hamburg von 2002 bis 2009 hervor. Kühne+Nagel nimmt dazu nicht Stellung.

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