«Verhandlungssache Saläre: Motivierende Beteiligung am Unternehmenserfolg» stand im Zentrum der Podiumsdiskussion im Rahmen des 16. SKO-LeaderCircle. Knapp 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten die von «Handelszeitung»-Redaktor Eckhard Baschek moderierte Diskussion an der SWX, der Schweizer Börse, nach einer kurzen Einführung von SKO-Geschäftsführer Urs Meier.

Während Thomas Daum, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, wie auch schon in den Jahren zuvor zur Vorsicht bei den Abschlüssen der laufenden Lohnverhandlungen mahnte und in einer persönlichen Prognose neben dem Teuerungsausgleich auf jeden Fall eine Zwei vor dem Komma stehen sah, äusserte sich der Wirtschafts-Chefexperte des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds SGB, Daniel Lampart, zuversichtlich, dass die Abschlüsse im Schnitt eine Drei vor dem Komma tragen würden – zu gut sei die Konjunktur verlaufen und zu hoch sei der Anteil der Arbeitnehmenden an der Wertschöpfung in den Unternehmen, als dass er tiefere Abschlüsse akzeptieren könne.

Wichtiger als die nackten Zahlen war für Kurt Biri, Managing Partner und Mitinhaber der AWK Group AG, dass die Gesamtmotivation stimme, und das habe sehr viel mit der Unternehmenskultur zu tun. Natürlich müsse auch er, gerade in Konkurrenz zu Unternehmen wie Google, marktgerechte Löhne zahlen. Und er vertrat die Ansicht, dass die Boni nicht je nach Geschäftsbereich unterschiedlich ausfallen dürften: «Wohl niemand kann etwas dafür, wenn die eigene Abteilung in einer weniger wertschöpfungsintensiven Umgebung arbeitet.» Und Einzelleistungen seien ohne Teams ebenfalls kaum möglich.

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Ähnlich äusserte sich Monika Walser, Bereichsleiterin Unternehmenskommunikation und Personalwesen bei der Swissgrid AG: Sie warnte vor einer Überbetonung der Boni, denn «wenn der Bonus hoch ist und der nächste nicht mindestens gleich hoch, kann sich auch der höchste Zustupf letztlich sogar demotivierend auswirken».