Milliardenschwere Rechtsstreitigkeiten stellen nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's nach wie vor ein erhebliches Risiko für die globalen Investmentbanken dar. Allerdings sollen die Institute inzwischen besser für hohe Strafen gewappnet sein.

Noch seien aber nicht alle Rechnungen bezahlt und auch so blieben Probleme bestehen, erklärten die Experten in einer Studie. Das gelte insbesondere für den Fall, dass sich einzelne Banker wegen kriminellen Verhaltens vor Gericht verantworten müssten und dies die gesamte Organisation beschädige.

Kundenschwund als Risiko

Ein Kundenschwund könne die Folge sein. Dann sei es auch schwerer, Geld zu verdienen und für Rechtsstreitigkeiten zur Seite zu legen.

Moody's hat sich in der Studie insgesamt 15 grosse Investmentbanken näher angeschaut. Die Experten kommen zum Ergebnis, dass die Institute seit dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 bis 2014 rund 219 Milliarden Dollar für Rechtsstreitigkeiten aufgewendet haben.

Etwa zwei Drittel der Summe entfällt auf US-Institute, die besonders stark auf dem in der Krise kollabierten US-Hypothekenmarkt engagiert waren.

(sda/dbe)

Anzeige