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Umbau
Nach dem Kauf: Chinesen wechseln Sigg-Chef aus

Sigg-Produktion: Alle Aluflaschen stammen aus der Ostschweiz. Keystone

Chefwechsel beim Thurgauer Aluflaschenhersteller Sigg: Stefan Ludewig ist nicht mehr im Amt. Der chinesische Mutterkonzern setzt bis auf Weiteres auf einen Spanier.

Von Marc Iseli
am 15.02.2017

Ein Jahr nach der Übernahme tauschen die neuen Sigg-Eigentümer den Chef aus. Stefan Ludewig ist nicht mehr im Amt. Der chinesische Mutterkonzern Haers setzt auf einen neuen Chef für den Thurgauer Traditionsbetrieb, wie Recherchen der «Handelszeitung» zeigen. Der Hersteller von Aluminiumflaschen bestätigt den Abgang.

Über die Hintergründe schweigt sich die Firma aus. Unternehmensnahe Kreise sagen aber, dass es Auseinandersetzungen über die strategische Ausrichtung gab. Offenbar forderten die neuen Eigentümer zweistellige Wachstumsraten und eine offensivere Gangart. Sie wollten den Umsatz von heute knapp 50 Millionen Franken innert wenigen Jahren auf über 100 Millionen Franken steigern. Ludewig soll sich quergestellt, die Expansionslust gebremst haben.

Spanische Führung

Der neue starke Mann heisst Antonio Villacampa. Der Spanier ist die rechte Hand des Haers-Chefs. Er führt Sigg ad interim – ein Nachfolger für Ludewig ist noch nicht bestimmt. Die letzten zehn Jahre arbeitete Villacampa in Schanghai. Auf seinem Linkedin-Profil schreibt er über sich selbst: «Der Weg zu grossen Leistungen führt über harte Arbeit.»

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