Der Nahrungsmittelriese Nestlé macht gemeinsame Sache mit dem Internetgiganten Google. Im Rahmen einer Werbekampagne ändern die Schweizer den Schriftzug auf den Kitkat-Schokoriegeln in «Youtube Break». Damit steht zum ersten Mal in der 80-jährigen Kitkat-Geschichte ein anderer Name auf dem Produkt. Geld soll bei der Aktion keines geflossen sein.

Die Riegel kommen in einer limitierten Auflage von 600'000 Stück und sind ausschliesslich in Grossbritannien erhältlich. Die Werbeaktion wird nur auf der Insel ausgerollt, ein Gimmick können aber auch Kunden aus anderen Ländern abrufen. Wer «KitKat YouTube my break» in der Google-Suche eines Android-Smartphones eintippt, bekommt vier eigens produzierte Videos zu sehen.

100 Millionen Riegel

Die Youtube-Riegel sind der Auftakt zu einer grossen Rebranding-Aktion. Im Rahmen der neusten Werbekampagne sollen 100 Millionen Kitkat-Riegel unter anderem Namen in die Läden kommen. Neben der Aufschrift «Youtube Break» wird es noch alternative Versionen mit «Birthday Break», «Office Break» oder «Rainy Day Break» geben.

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Alle Werbeslogans sind Anspielungen auf den erfolgreichen Werbespruch «Have a break, have a Kitkat». Gesamthaft liess sich die Marketingabteilung 72 Schriftzüge einfallen. Sollte die Aktion im Ausland erfolgreich sein, sei auch eine Einführung in der Schweiz möglich, sagte Nestlé-Sprecherin Nina Caren Kruchten gegenüber «20 Minuten». 

Nicht die erste Kooperation

Es ist nicht das erste Mal, dass Nestlé mit dem Internetriesen zusammenspannt. Bereits im Herbst 2013 hatte Google der Version 4.4 seines Betriebssystems Android den Namen Kitkat gegeben. Im Gegenzug produzierte der Nahrungsmittelhersteller spezielle Kitkat-Verpackungen mit dem grünen Android-Männchen. Auch damals soll kein Geld geflossen sein.

Kitkat ist ein Kassenschlager für die Firma mit Sitz in Vevey. Gemäss eigenen Angaben werden weltweit 150 Riegel pro Sekunde verschlungen. Insbesondere in Asien floriert das Geschäft. Dort gibt es auch viele Varianten des Riegels: Über 200 Geschmackssorten sind in den letzten 15 Jahren auf den japanischen Markt geworfen worden, darunter Exoten wie Ginger Ale, Soja-Sauce, Crème brulée und Grüntee.