Der Konflikt zwischen der Cembra Money Bank und ihrem Starvermittler Lulzim Aliu spitzt sich weiter zu. Mitglieder der Cembra-Geschäftsleitung bestritten zuletzt gegenüber Medien, Aliu jährlich Millionenbeträge bezahlt zu haben. Auch dass er ein eigenes Büro bei der Bank gehabt habe, stellen sie in Abrede.

Nun schlagen Aliu und sein Rechtsberater Alfredo Borgatte zurück. Laut der heutigen Ausgabe des «Sonntags Blick» legen sie Dokumente vor, die Alius Aussagen in wichtigen Punkten belegen. So zeigt eine von hohen Bankmanagern unterschriebene «Umsatzbestätigung», dass Aliu allein von 2008 bis 2010 Kredite über 127 Millionen Franken unter Dach brachte.

Geld für Boxkämpfe

Für die jährlichen Zahlungen von zwei Millionen Franken kann Aliu Abrechnungen ab 2003 vorlegen. Zusätzlich zu den Provisionen überwies ihm die Bank Sponsoring- und Werbebeiträge von bis zu 1,1 Millionen Franken jährlich. Damit wurden unter anderem Boxkämpfe, Fight Nights, organisiert.

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In internen Schulungen zeigten Bankmanager am Beispiel Alius, wie Filialen mit Top-Agenten umzugehen hätten. Darin wird er als «bester Einreicher in der Schweiz» bezeichnet. Auch dafür, dass er ein Büro und einen Parkplatz hattte, kann Aliu Belege vorlegen.

(gku)