Die Schweizerische Nationalbank SNB gibt dem Spezialpapier für die neue Schweizer Banknotenserie endlich grünes Licht. Wie der Papierkonzern Fortress in einer Medienmitteilung schreibt und die «Südostschweiz» berichtet, kann die Schweizer Fortress-Tochter Landqart nun ihren speziellen Drei-Lagen-Druck für die kommenden Noten verwenden.

Beim neuen Verfahren wird eine Kunststofffolie beidseitig mit Papier beschichtet. Das typische Papiergefühl bleibt erhalten. Gleichzeitig können Symbole ins Papier gestanzt werden, womit die durchsichtige Plastikschicht im Innern sichtbar wird - ein weiteres Sicherheitsmerkmal in Zeiten immer cleverer werdender Fälscher.

Massive Verspätung

2011 hatte die Papierfabrik noch Probleme mit der Umstellung auf die neue Technologie. Dass sie funktioniert, bewies Landqart aber spätestens Ende 2012, als sie damit die neuen marokkanischen Banknoten herstellte und sich das Königreich über die Abwicklung mit den Schweizern hocherfreut zeigte.

Auch wenn jetzt mit dem Okay fürs Papier eine weitere Hürde genommen ist, bleibt nach wie vor offen, wann genau die neuen Banknoten kommen. Bereits 2005 begann die Planung für die neunte Banknotenserie der Schweiz, immer wieder gab es Verzögerungen. Offenbar hatten dabei auch die Drucker von Orell Füssli ihren massgeblichen Anteil.

Neue Noten frühestens 2015

SNB-Sprecher Walter Meier sagte handelszeitung.ch, frühestens 2015 würden die erste neue Note der Öffentlichkeit vorgestellt. Es wird der 50-er-Schein sein. Fortress erhofft sich vom SNB-Auftrag Folgebestellungen. «Der Schweizer Franken hat eine der höchsten Sicherheitsstandards der Welt. Das wird Interesse anderer Zentralbanken auf sich ziehen», so Konzernchef Chadwick Wasilenkoff.

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