Das Swiss Institute SI in New York hat einen neuen Direktor. Nachfolger von Gianni Jetzer, der das Kunstforum seit 2006 führte, ist seit Anfang November der 29-jährige Simon Castets.

Der gebürtige Franzose war bis anhin international als unabhängiger Kurator tätig und lebt seit sieben Jahren in New York. «Das Swiss Institute geniesst in der Kunstwelt einen einzigartigen, unglaublich guten Ruf», sagte Castets gegenüber der Nachrichtenagentur SDA in New York.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Sein Vorgänger Jetzer habe das SI in die beste Position gerückt, die es je eingenommen habe. «Es zu leiten und ein neues Kapitel in seiner 26-jährigen Geschichte aufzuschlagen, ist eine grosse Ehre und Herausforderung», sagte Castets.

Jugend, Energie und Wissen

Castets sei jung, voller Energie und habe nicht nur ein erstaunliches Wissen über Kunst, sondern verstehe es auch, Menschen miteinander zu verbinden, sagte der Schweizer Generalkonsul in New York, Francois Barras, anlässlich eines Empfanges für den neuen SI-Direktor am Mittwoch.

Dass die Wahl auf den Franzosen gefallen ist, wertete Barras als Zeichen einer weltoffenen Schweiz, in der sich Kunst und Kultur aus allen Richtungen kreuzen.

Die Vorstandsvorsitzende des Swiss Institute, Fabienne Abrecht, sagte, Castets habe für den Job die besten Voraussetzungen mitgebracht. «Er ist hier zuhause, weiss genau wie es läuft und ist bestens vernetzt», sagte Abrecht.

Als Franzose werfe er ohne die Belastung eines «Schweizer Rucksacks» ein neues Auge auf das Land. Castets kenne zudem das Mandat des SI, dass alle Veranstaltungen einen Bezug zur Schweiz herzustellen hätten.

Party mit Jeff Koons

Die Bedeutung des Swiss Institute in der Kunstwelt hatte die jährliche Benefit-Gala der Nichtprofit-Organisation unterstrichen, an der Stars der Kunstszene wie Jeff Koons, Ugo Rondinone oder Tracey Emin teilnahmen.

Geehrt wurden die Kunstsammler und Mäzene Rachel und Jean-Pierre Lehmann. Die gebürtige Lausannerin Rachel Lehmann ist Mitbegründerin der angesehenen Galerie Lehmann Maupin.

Die Genfer Künstlerin Sylvie Fleury wurde mit dem Jahrespreis des SI ausgezeichnet. Die erfolgreiche Live-Auktion zu Gunsten des Swiss Institutes leitete vor ausverkauftem Haus der bekannte Schweizer Auktionär Simon de Pury.

(sda/chb)