Nun ist bekannt, wer hinter der Investorengruppe steht, welche den Wohneinrichtungsspezialisten Conforama Schweiz übernommen hat. Es handelt sich um den Schweizer Unternehmer Dan Mamane, wie einer Mitteilung der französischen Bank Vulcain zu entnehmen ist. Diese hatte die Transaktion zwischen der südafrikanischen Steinhoff-Gruppe und Mamane abgewickelt.

«Ich möchte mein Wissen für die weitere Entwicklung des Unternehmens einbringen, mich aber nicht in operationelle Belange einmischen», bestätigte Mamane gegenüber AWP sein Engagement.

Als am vergangenen Freitag der Besitzerwechsel bekanntgemacht wurde, hiess es lediglich, hinter den neuen Besitzern stehe eine Gruppe von Schweizer Investoren. «Wir wollten kein Geheimnis daraus machen; es ging uns vielmehr darum, dass Conforama Schweiz im Mittelpunkt stand», erklärte Mamane dazu. Finanzielle Details zum Kauf gibt er aber weiterhin keine. Als Hauptaktionär habe er den Grossteil des Kaufpreises aus eigenen Mitteln sowie mit Unterstützung von Banken aufgebracht, fügte er indes an.

Die Verhandlungen mit Steinhoff International haben laut Mamane vor rund einem Jahr begonnen. Es habe dabei auch noch andere Interessenten für Conforama Schweiz gegeben. Die eigene Hartnäckigkeit sowie die Verankerung in der Schweiz hätten letztlich wohl den Ausschlag zu seinen Gunsten gegeben.

Erstmals in der Möbelbranche investiert

Der 1991 geborene Mamane führte in seinem Portfolio bisher lediglich Gesellschaften aus der Elektronik-Branche, aber keine aus der Möbelbranche und auch keine in der Grössenordnung von Conforama Schweiz. Diese hat 2019 einen Umsatz von rund 450 Millionen Franken erwirtschaftet.

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Conforama ist seit 1976 in der Schweiz vertreten und betreibt hier mit über 1200 Mitarbeitern 22 Geschäfte.

(awp/mlo)